DLRG Nordstemmen übernimmt Unimog der Bundeswehr / Ehrenamtliche rüsten Fahrzeug um

„Das Olivgrün muss weichen“

DLRG-Vorsitzender Jörg Wolf stattet der Leine-Deister-Zeitung in Gronau einen Besuch mit dem neu erworbenen Unimog und Maskottchen Lars ab.

NORDSTEMMEN Zahlreiche Arbeitsstunden und technische Herausforderungen warten auf die Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe Nordstemmen. Seit Kurzem steht ihnen ein ehemaliger Unimog der Bundeswehr zur Verfügung, den sie als Einsatzfahrzeug umrüsten möchten – in Eigenarbeit, aber mit Unterstützung lokaler Unternehmen.

„Wir haben den Unimog aus Visselhövede in der Lüneburger Heide abgeholt“, sagt Jörg Wolf aus Adensen: „In Visselhövede wird das Fernmeldebataillon aufgelöst, so dass der Fuhrpark ausgedünnt wird.“ Der Bundesverband der Deutschen LebensRettungs-Gesellschaft (DLRG) habe daraufhin die Ortsgruppen angeschrieben, ob Interesse an einem Fahrzeug besteht. „Wir konnten den Unimog kostenfrei übernehmen, müssen ihn allerdings eigenständig umrüsten“, so der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Nordstemmen. Zunächst musste sich die Ortsgruppe allerdings überlegen, wer den Unimog eigentlich noch fahren darf, da die heutigen „normalen“ Führerscheine hierzu nicht mehr berechtigen. „Eigentlich lässt sich der Unimog wie unser anderes Einsatzfahrzeug fahren. Er ist aber höher und nicht so schnell“: Der Vorsitzende, Jörg Wolf, setzt sich bereitwillig ans Steuer, um mit dem Unimog bei einigen Firmen der Region vorstellig zu werden, um Material zusammenzubekommen. „Beispielsweise brauchen wir Holz für den Pritschenteil“, so Wolf. Die Teile für das Einsatzfahrzeug hat der Ortsgruppen-Vorsitzende eigentlich zusammen, jetzt geht es ans Umbauen. So muss die Tarnfarbe weichen, und die olivfarbene Plane durch eine weiße mit DLRG-Emblem ersetzt werden. Auch die Flachten müssen lackiert und geschliffen werden. „Bei der Bundeswehr bin ich auch schon mit dem Unimog gefahren. Deshalb kann ich den anderen zukünftigen Fahren zeigen, welche Hebel umgelegt werden müssen“, erläutert Wolf. Und bei technischen Fragen könne man sich auch in einem der vielen Internetforen informieren.

Drei Monate Zeit haben die ehrenamtlichen Helfer in Nordstemmen jetzt, um den Unimog umzulackieren. Dann müssen sie ein digitales Foto an den Bundesverband schicken, der letztendlich die Genehmigung für den Einsatzfall erteilt. Solange wird der Unimog noch in der Einfahrt von Jörg Wolf Platz finden, da das Kennzeichnen zunächst nur vorübergehend gültig war.

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