Geimendejugenring sucht neue Helfer

Bufdis sind jetzt flügge

Vor dem Nordstemmer JUZ und vor dem Dienstfahrzeug: Andreas Arlt und Daniela Below vom Gemeindejugenring (von links) sowie Bürgermeister Norbert Pallentin (rechts) verabschieden Gesa Kristin Siemers (Mitte) und Anna-Lena Kramp (rechts daneben) mit zahlreichen Geschenken. Wer ihre Stellen ab September übernimmt, ist bisher noch nicht ganz klar. Foto: Mosig

NORDSTEMMEN Der Vorhang für den letzten Akt ist gefallen: Anna-Lena Kramp aus Bad Salzdetfurth und Gesa Kristin Siemers aus dem Despetal kommen heute zum letzten Mal ins Nordstemmer Jugendzentrum, um zum Dienst im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes anzutreten.

Die beiden Bufdis sind am 2. September 2013 in einen neuen Lebensabschnitt nach der Schule gestartet. „Ihr ward immer verlässlich und habt viele häusliche Situationen gesehen, die man sonst nicht sieht oder sehen will. Der Bundesfreiwilligendienst ist pure Lebenserfahrung“, lobte Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin und bedankte sich mit Erinnerungsstücken: Beide jungen Frauen erhielten zum Abschied offizielle Wappenteller der Gemeinde Nordstemmen. Andreas Arlt, Vorsitzender des Gemeindejugenrings (GJR), bedankte sich seinerseits bei der Gemeinde mit einer Tasse, die die Wappen von allen Ortsteilen ziert: „Dafür, dass in die Busse die ein oder andere Beule gekommen ist.“ Arlt berichtete von schönen elf Monaten. „Ich habe mich sogar sehr schwer getan, die beiden einzustellen. Anna-Lena kommt aus Bad Salzdetfurth und hatte keine Ortskenntnis, und Gesa Kristin hatte nicht mal einen Führerschein.“ Doch beide hätten ein riesiges Aufgabenspektrum an sich gerissen und mit Erfolg absolviert. „Wir wussten nicht, was uns erwartet“, sagte Anna-Lena Kramp über die Anfänge. Doch schnell hat sich herausgestellt: Beide hatten riesigen Spaß im JUZ. „Ich kann jedem nur empfehlen, Bufdi zu werden, um sich zu orientieren“, so Gesa Kristin über die Zeit zwischen Schule und Ausbildungsbeginn oder Studium. Die Möglichkeit besteht, denn der GJR hat erst eine Stelle ab September wieder vergeben und sucht noch nach einem zweiten Bufdi. „Zu Zivildienstzeiten war es leichter, da konnte man quartalsweise einstellen. Jetzt gibt es beim Bund nur Planstellen ab September, und wenn die vergeben sind, sind bei den Einrichtungen, die niemanden haben, die Ampeln auf rot.“ Arlt wirbt dafür, dass man neben Lebenserfahrung und 350 Euro monatlich auch 25 Ausbildungstage erhält, in denen man in politischer Bildung geschult wird oder zum Jugendleiter ausgebildet wird. Die beiden „alten Bufdis“ haben jedenfalls gelernt, dass sie weiter mit Kindern arbeiten möchten – jedoch nur ehrenamtlich. Anna-Lena tritt bereits am Freitag eine Ausbildung zur Augenoptikerin an, Gesa Kristin Siemers wird Tourismusmanagement studieren. Eins haben sie mit den alten Zivildienstleistenden aber gemein. Vom GJR erhielten sie, wie früher die „Zivis“, zum Abschied Zehn-Euro-Sondermünzen, damit sie immer einen Notgroschen haben, und einen Vogel aus Ton. Als Zeichen, dass sie im JUZ flügge geworden sind.

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