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Ein Geben und ein Nehmen

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Dr. Udo Noack, Bürgerstiftung Rössing, und Julia Kantack, Dorfpflege Rössing, freuen sich über die rege Nutzung des Bücherschranks vor dem Dorfgemeinschaftshaus.
Dr. Udo Noack, Bürgerstiftung Rössing, und Julia Kantack, Dorfpflege Rössing, freuen sich über die rege Nutzung des Bücherschranks vor dem Dorfgemeinschaftshaus. © Beutnagel

Nordstemmen – Gerade jetzt – in der dunklen Jahreszeit – nehmen viele Menschen gerne und oft ein Buch in die Hand. Auf dem Sofa eingekuschelt, ein warmer Tee neben sich und ein gutes Buch vor Augen – das ist ein häufiges Szenario in den Wohnzimmern während der kalten Tage. Doch was tun, wenn einem der Lesestoff ausgeht und die nächste Buchhandlung zu weit entfernt oder gerade geschlossen ist? Hier leisten die so genannten Bücherschränke Abhilfe. Aus diesen können sich Interessierte Bücher abholen, die von anderen Menschen bereits ausgelesen wurden, und im Gegenzug die eigenen ausgediente Literatur abstellen, um anderen Lesern eine Freude zu machen.

In Rössing steht der Bücherschrank direkt vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Dieser ist ein gemeinsames Projekt der Bürgerstiftung und der Dorfpflege Rössing. Das Bauen des Schranks übernahm die Tischlerei Alpers aus Rössing, gespendet wurde er von der Dorfpflege. „Insgesamt hat das 504 Euro gekostet“, erinnert sich Dr. Udo Noack von der Bürgerstiftung Rössing. Im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung wurde der Bücherschrank im Jahr 2017 eingeweiht. Die Erstausstattung der Bücher stammt aus der Dorfbücherei im Dorfgemeinschaftshaus sowie aus diversen privaten Beständen. „Peter Winkler von der Dorfpflege übernimmt die Betreuung des Bücherschrankes“, erzählt Noack. „Er achtet regelmäßig auf den Bestand und das Sortiment des Bücherschranks.“ „Zum Beispiel achtet er darauf, dass nicht mehrfach das gleiche Buch in dem Schrank steht“, ergänzt Julia Kantack von der Dorfpflege Rössing. „Oder er schafft auch mal Platz für neue Bücher.“ Im vergangenen Jahr hat der Schrank zum ersten Mal einen neuen Anstrich bekommen. „Es mussten zwar schon ein paarmal Scheiben ausgetauscht werden, aber das lag nicht an Vandalismus“, berichtet Noack. „An Silvester schließen wir den Schrank trotzdem lieber zu“, erklärt Kantack. „Nicht, dass doch mal jemand auf die Idee kommt, hier eine Rakete reinzustecken. An Neujahr ist er dann schon wieder für alle zugänglich.“ Im Allgemeinen wird der Bücherschrank in Rössing sehr gut angenommen. Noack beobachte häufig Menschen, die in dem Schrank nach Büchern schauen, und auch Kantack resümiert: „Wir haben hier so einen Zulauf, das glaubt man gar nicht.“

Von Lea Beutnagel

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