1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Nordstemmen

„Brauers Liebling“ bald im Dorfladen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

180-Liter-Töpfe aus Edelstahl: Carsten Pirnke und Marcus Kahl (von links) richten in einem alten Keller in Rössing ihre Bierbrauerei ein, in der frisches Pils hergestellt wird. Fotos: Hüsing
180-Liter-Töpfe aus Edelstahl: Carsten Pirnke und Marcus Kahl (von links) richten in einem alten Keller in Rössing ihre Bierbrauerei ein, in der frisches Pils hergestellt wird. Fotos: Hüsing

RÖSSING Sie haben sich ihren Traum erfüllt: Carsten Pirnke und Marcus Kahl brauen ihr eigenes Pils. „Wir sind leidenschaftliche Biertrinker und das Brauen macht uns viel Spaß“, sagt Carsten Pirnke. Derzeit baut der Rössinger einen alten Keller aus, um dort Malz und Hopfen verarbeiten zu können. Im Dorfladen soll das Bier dann verkauft werden.

Ob das allerdings bis zur Eröffnung des Dorfladens am 15. Mai klappt, ist noch ungewiss. „Wir müssen noch einen Besuch des Zolls abwarten, der uns zum Steuerrecht belehrt, bevor wir das Bier verkaufen dürfen“, erzählt Carsten Pirnke. Gebraut wird aber schon fleißig. „Es hat alles mit einem kleinen Set angefangen, das wir bei ebay erworben haben. Das Bier hat widerlich geschmeckt“, erinnert sich Marcus Kahl an den Beginn vor einem Jahr.

Der Heyersumer ist mit der besten Freundin von Carsten Pirnkes Frau Nadine liiert – und so kam die Verbindung der beiden Hobbybrauer zustande. „Wir möchten uns hierfür ausdrücklich bei Jennifer Miska und Nadine Pirnke bedanken“, sagt Marcus Kahl.

Bis jetzt saßen die beiden auf der Terrasse und haben in einem kleinen Topf gebraut. Doch zukünftig möchten sie einen alten Keller nutzen. „Ich habe das Nachbargrundstück erworben, auf dem nur ein 30 Jahre alter Keller und viel Unkraut waren“, berichtet Pirnke. Zunächst musste der 36-Jährige gegen Unmengen von Unkaut ankämpfen, dann konnte er Wege pflastern und über den Winter die alten Mauern des 80 Quadratmeter großen Kellers dämmen. „Die Baustofffirma, die hier ansässig war, ist pleite gegangen und seitdem verwilderte das Grundstück“, hat Pirnke schon viel Lob von anderen Dorfbewohnern gehört, weil er den Bereich wieder auf Vordermann bringt.

Im Braukeller stehen bislang nur zwei Töpfe mit 180 Liter Volumen aus Edelstahl, die ein Bekannter für die Hobbybrauer geschweißt hat. Fünf bis sechs Stunden dauert ein Brauvorgang, für dessen spezielle Zusammensetzung die beiden lange probiert haben. Knapp sechs Wochen muss das Bier anschließend stehen, bis es den gewünschten Geschmack bekommt.

„Im Dorfladen werden wir Flaschen des Brauers Liebling-Pils anbieten. Auf Nachfrage können wir aber auch Fässer bereitstellen“, verrät Pirnke. Die Brauerei „CM Keller Bräu“, wie sie sich nennen, steht in engem Kontakt mit anderen örtlichen Bierbrauern, die sich bei Stammtischen austauschen. „Selbst mir schmeckt es und ich bin kein Biertrinker“, lobt Nadine Pirnke das „Brauers Liebling“.

Auch interessant

Kommentare