Braucht die Gemeinde Nordstemmen noch 39 Bolz- und Spielplätze?

Spielplätze in Nordstemmen kommen auf den Prüfstand

Nordstemmen – 50 Spiel- und Bolzplätze gibt es in der Gemeinde Nordstemmen. Einige sind besonders attraktiv, haben sich längst zu Treffpunkten entwickelt. Andere Spielplätze aber verfügen nur über wenige Spielgeräte, werden vielleicht sogar kaum noch angenommen. Die Verwaltung legt nun eine Kategorisierung vor – mit dem Ziel, Kosten zu bündeln und wenig genutzte Spielplätze umzuwandeln.

Kategorisierung der Spielplätze

Zu den 50 Spiel- und Bolzplätzen zählen auch die beiden Grundschulen, die acht Kindergärten sowie das Freibad. Die Flächen wurden in den vergangenen beiden Jahren genauer unter die Lupe genommen – das Ergebnis: eine Kategorisierung in A, B und C. Zur Kategorie A – „gut ausgestattet“ – gehören fünf Spielplätze, die über neun bis 15 Geräte verfügen. Beispielsweise der große Platz an der Lange Maße fällt in diese Kategorie. 17 Spielplätze zählen zur Kategorie B – „Standard“ – und verfügen über vier bis acht Spielgeräte. Kategorie C bedeutet „klein“. Dies entspricht einer Anzahl von bis zu drei Spielgeräten. 17 Plätze fallen in diese Kategorie.

50 Spiel- und Bolzplätze in der Gemeinde Nordstemmen: Darunter auch Flächen, die zum einen nicht gut ausgestattet sind, zum anderen kaum noch von Kindern genutzt wird.

Einige Flächen umwandeln

Den Angaben der Verwaltung zufolge gab es einen Investitionsstau. Erst in den Jahren 2019 und 2020 nahm die Gemeinde Geld in die Hand: Knapp 86 000 beziehungsweise fast 63 000 Euro wurden investiert. Laut Verwaltung ist die Anschaffung der Spielkombination Schloss Bückeburg für den Spielplatz an der Lange Maße in Nordstemmen für rund 40 000 Euro sowie die Umgestaltung des Spielplatzes Akeleiweg zum Mehrgenerationenplatz für etwa 50 000 Euro hervorzuheben. Weitere 27 000 Euro sind im kommenden Jahr vorgesehen, um den Platz zu vollenden. „Aufgrund der aktuellen Haushaltslage gibt es keine Aussicht auf weitere Investitionen in den folgenden Jahren“, heißt es in der vorgelegten Beschlussvorlage, in der ebenso verdeutlicht wird, wie hoch der Aufwand sei, die Spielplätze instand zu halten. „Um die Spielplätze weiterhin attraktiv zu gestalten, auch ohne große Neuinvestition, liegt die Konzentration auf die vorrangig bespielten Spielplätze“, so die Verwaltung: Einige der Spielplätze in der Kategorie C sollen künftig wegfallen, wobei der jeweilige Ortsrat einbezogen werden und über die Nachnutzung Vorschläge einbringen soll. 

Rubriklistenbild: © Jennifer Klein

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