Führungswechsel im Brandabschnitt West: Thomas Reitz als Stellvertreter vorgeschlagen

Bartels lässt „Posten auslaufen“

Thomas Reitz ist Ortsbrandmeister von Heyersum. Jetzt ist er als Nachfolger für Heiko Bartels im Brandabschnitt West vorgeschlagen.

MAHLERTEN / HEYERSUM Im Juni war er noch mit der Kreisbereitschaft im Hochwassereinsatz an der Elbe, jetzt gibt der stellvertretende Leiter im Brandabschnitt West, Heiko Bartels, auf Nachfrage der LDZ bekannt, dass er für den Posten nach seiner Amtszeit, die im März 2014 ausläuft, nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

„Die Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen, da ich dadurch auch die Zusammenarbeit mit der Kreisbereitschaft II aufgeben muss“, erzählt Heiko Bartels. Die „1 A-Truppe“ würde ihm „sehr am Herzen liegen“: „Wir haben eine super Kameradschaft, ich bin mit dem Zusammenhalt meiner Gruppe zufrieden.“ Dennoch sei es für ihn die einzige Kosequenz, seinen „Posten auslaufen“ zu lassen. Hierfür gebe es „persönliche, dienstliche Gründe auf Feuerwehrebene im Abschnitt“: „Ich möchte auch in der nächsten Zeit noch in den Spiegel gucken können“, so Bartels. Als stellvertretender Abschnittsleiter ist er in erster Linie für die Führung der Kreisbereitschaft verantwortlich. „Wenn ich wollte, könnte ich ab März 2014 dennoch in der Führung der Kreisbereitschaft weiterarbeiten. Ich habe mich jedoch entschieden, ganz aufzuhören“, gibt Heiko Bartels bekannt. Die Ortsfeuerwehr Mahlerten, der er als Ortsbrandmeister vorsteht, ist hier von nicht betroffen, da sie nicht an der Kreisbereitschaftsarbeit teilnimmt.

Wohlüberlegt

2008 wurde Heiko Bartels als stellvertretender Abschnittsleiter ernannt. „Jetzt aufzuhören, ist für mich eine wichtige Sache. Ich habe mir die Zukunft auf Landkreisebene zwar anders vorgestellt, bin die Gründe aufzuhören jedoch seit Januar immer wieder im Kopf durchgegangen. Es ist eine wohlüberlegte Entscheidung“, so Bartels.

Bewährungsprobe

Zusammen mit der Kreisbereitschaft II war er in drei Katastrophenschutzeinsätz-en: 2002 beim Hochwasser als Funker in der Führungsgruppe, 2007 in Holle im Landkreis Hildesheim und jetzt an der Elbe. „Der diesjährige Einsatz war meine Bewährungsprobe, ob im Ernstfall auch alles klappt“, schätzt Bartels den Stellenwert für sich selbst hoch ein: „Es ist eine echte Herausforderung, 123 Personen zu führen und die Verantwortung anzunehmen.“ Es habe sich gelohnt, die fünf Jahre Ausbildung zu investieren, da alles „richtig gut gelaufen“ sei.

Um Stellvertreter im Brandabschnitt zu werden, musste Bartels besondere Lehrgänge absolvieren: Als Ortsbrandmeister reichte der Gruppenführerlehrgang, doch im Abschnitt kamen dann noch der Zugführerlehrgang und der Verbandsführer hinzu. Sechs Übungsabende, die der Landkreis vorgibt, gilt es zu gestalten und durchzuführen. „Die Vorbereitung hat viel Zeit verbraucht. Schließlich müssen bei den Übungen 123 Personen sinnvoll und abwechslungsreich, aber realistisch beschäftigt werden“, erzählt Heiko Bartels. Auch den theoretischen Dienst gilt es vorzubereiten. „Es ist eine reizvolle Aufgabe, die mir viel Spaß gemacht hat“, betont Bartels. Er sei selbst gefordert worden, und bedankt sich ausdrücklich bei seinen Kameraden und dem Landkreis Hildesheim für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung während der vergangenen fünfeinhalb Jahre.

Aus den Reihen der Feuerwehrkameraden wurde nun ein Nachfolger für den Posten als Stellvertretender Leiter im Brandabschnitt West vorgeschlagen: Thomas Reitz. Er ist Ortsbrandmeister in Heyersum und in der Führungsgruppe der Kreisbereitschaft tätig. „Ich bin angesprochen worden, ob ich Interesse hätte, und habe intensiv darüber nachgedacht“, erzählt Reitz. Da seine Hauptaufgabe darin lege, die Kreisbereitschaft zu führen, kämen nicht viele zusätzliche Stunden für ihn hinzu, da er sowieso Mitglied der Führungsgruppe ist. „Allerdings übernehme ich mehr Verantwortung, da ich die Übungsdienste vorbereiten würde“, erklärt Reitz. Er ist jetzt in einer Versammlung der Feuerwehr für den Posten des stellvertretenden Abschnittsleiters vorgeschlagen worden. Dem Kreistag obliegt es jedoch, diesem Vorschlag zu folgen. „Die Ernennung erfolgt dann im Frühjahr, wenn Heiko Bartels turnusgemäß auscheidet“, so Thomas Reitz. Bei der Wahl habe es keinen weiteren Kandidaten für das Amt gegeben, und der Vorgeschlagene konnte „ausreichend Stimmen“ auf sich vereinen. „Mir hat die bisherige Arbeit schon viel Spaß gemacht, wir haben eine sehr gute Truppe“, bestätigt er die Einschätzung des derzeitigen Amtsinhabers.

Nahtloser Übergang

Heiko Bartels wünscht seinem Nachfolger gutes Gelingen: „Wir sind kameradschaftlich und freundschaftlich verbunden. Ich hege keinerlei Groll gegen meinen Nachfolger“, betont der Ortsbrandmeister aus Mahlerten. Er freue sich sogar, dass ein Nachfolger aus den Reihen der Kreisbereitschaft, die Elze, Gronau, Nordstemmen und Sibbesse umschließt, gefunden werden konnte. Heiko Bartels rät seinem Nachfolger, die Truppe so zu lassen und zu akzeptieren, wie sie ist: „Man kann sie nur führen, nicht verändern“, rät er. Bei ihm habe dies hervorragend funktioniert, sein Nachfolger müsse sich in den Augen der Kameraden jedoch, genau wie er selbst, erst bewähren. „Es wird ein nahtloser Übergang, dennoch stehe ich Thomas Reitz für eventuelle Fragen gerne zur Verfügung.“

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