Feuerwehr Adensen-Hallerburg bemängelt Probleme bei der Einsatzleitstelle / Jan Riechelmann bleibt Ortsbrandmeister

Alarm-Fehler sorgen für ruhigeres Jahr

Musikzug gibt auf: Musikzugführer Thomas Thiel berichtet bei der Versammlungen der Ortswehr Adensen-Hallerburg zum letzten Mal von den Aktivitäten der Musiker. Fotos: Oelkers

ADENSEN Fehler bei der Alarmierung zogen sich wie ein feuerwehrroter Faden durch das Jahr 2014, das die Ortswehr Adensen-Hallerburg anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung noch einmal Revue passieren ließ.

Mitverantwortlich für ein „durchaus ruhiges Jahr“ waren, wie der stellvertretende Ortsbrandmeister Stephan Mauska ausführte, Probleme bei der Einsatzleitstelle. Diese hätten dazu geführt, dass „unsere Ortswehr zu mindestens zwei Einsätzen nicht alarmiert worden war, obwohl sich diese im Adenser Zuständigkeitsbereich ereignet hatten.“ Während die Kameraden aus Adensen und Hallerburg aus diesem Grund weder zu einem Verkehrsunfall auf der B 3 noch zu einem auf der Kreisstraße unterhalb des Marienbergs verunfallten, mit Rüben beladenen Lastwagen zur Hilfeleistung ausrücken konnten, wurden sie zu insgesamt sieben Einsätzen alarmiert.

Schornsteinbrände

Neben zwei Schornsteinbränden halfen die Freiwilligen Feuerwehrleute bei der Bekämpfung eines Kellerbrandes in Nordstemmen. Nach Nordstemmen rückten die Retter außerdem zu einem Gefahrguteinsatz aus, bei dem eine unbekannte Flüssigkeit mit Chemikalienbinder abgebunden werden musste. Mit einer Ölspur hatten es die Feuerwehrkräfte Mitte Oktober zu tun, bevor sie am 4. November zum letzten Einsatz des Jahres an den Nordstemmer Kreisel ausrückten. Hier brannte der Erdbeerverkaufsstand. Ein brennendes Objekt zwischen Adensen und dem rund 35 Kilometer entfernten Sehlem beschäftigte die Truppe nur kurz. Der Fehlerteufel hatte zugeschlagen und die Adenser Wehr anstelle der Ortsfeuerwehr Adenstedt alarmiert. Angesichts der Häufung von Pannen bei der Alarmierung richtete Mauska die Bitte an Gemeindebrandmeister Frank Borrmann, in Zusammenarbeit mit der Einsatzleitstelle für die Herausgabe korrekter Alarmierungen Sorge zu tragen und unterstrich: „Gerade bei Unfällen mit verletzten Personen können Zeitverzögerungen durch Falsch- oder Nichtalarmierungen schwerwiegende Folgen haben.“

Mit Blick auf die Zukunft der Ortswehr wünschte sich Mauska, dass es weiterhin gelinge, Freiwillige für das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr zu gewinnen. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 gehörten 315 Mitglieder der Ortsfeuerwehr an. Neben den 44 aktiven Kameraden waren das 17 Kameraden in der Altersabteilung, sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr, fünf Musiker und 242 fördernde Mitglieder. Wie Jugendwart André Thiemann in seinem Bericht betonte, ist der Feuerwehrnachwuchs „derzeit leider etwas unterbesetzt“ und Verstärkung herzlich willkommen. Musikzugführer Thomas Thiel berichtete der Versammlung zum letzten Mal von den Aktivitäten des zurückliegenden Jahres. Der traditionsreiche Musikzug, dem zuletzt 110 passive Mitglieder und lediglich fünf aktive Musiker angehört hatten, hat zum Jahresende den Spielbetrieb eingestellt (LDZ berichtete).

Weichen für die Zukunft will die Freiwillige Feuerwehr Adensen-Hallerburg nach Auskunft des einstimmig im Amt bestätigten Ortsbrandmeisters Jan Riechelmann durch Gründung eines Fördervereins stellen. Die Gründungsversammlung soll am 24. April um 19 Uhr in der Rolf Gehrke Halle stattfinden.

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