Nach Kündigung durch Wasserverband Peine: „Schumacher Kläranlagen“ übernimmt

Abwasser „in guten Händen“

Die Unterschrift ist trocken und der neue Betriebsvertrag per Handschlag besiegelt: Das Unternehmen von Carl-Ludwig Schumacher (l.) kümmert sich jetzt um das Abwasser in Nordstemmen. Das freut auch Gemeindebürgermeiser Norbert Pallentin. Foto: Vogelbein

NORDSTEMMEN Den Betrieb der Kläranlage und die Verwaltung der Abwasserleitungen übernimmt künftig das Unternehmen „Schumacher Kläranlagen“. Wer? Auch Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin hat von dem Unternehmen aus Wolfenbüttel bis vor einigen Wochen noch nichts gehört. Jetzt erhofft er sich eine gute Zusammenarbeit.

Zuvor schrieb die Gemeinde die Abwasserverwaltung neu aus. Grund war, dass der Wasserverband Peine den bisherigen Betreibervertrag nach rund sieben Jahren kündigte. Eine Entscheidung der Mitglieder, künftig solche Verträge nicht mehr abzuschließen, erklärt Norbert Pallentin.

Gewinner dieser Ausschreibung war schließlich das Unternehmen „Schumacher Kläranlagen“. „Es bietet uns das beste Preis-Leistungsverhältnis“, begründet der Gemeindebürgermeister die Entscheidung. Das Unternehmen aus Wolfenbüttel baut Kläranlagen und betreut zwei Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen und Oldenburg. „Wir freuen uns, den Vertrag in der Nahlage zu unterschreiben“, sagt Geschäftsführer Carl-Ludwig Schumacher. Als neuer Ansprechpartner vor Ort wird Bio-Ingenieur Dieter Nowak einmal in der Woche im Rathaus ansprechbar sein. Zunächst haben Gemeinde und Unternehmen einen Betreibervertrag für drei Jahre unterschrieben. Verwaltungschef Pallentin kann sich darüber hinaus aber eine langfristige Zusammenarbeit vorstellen: „Wir wollen diesen Schritt wagen und uns in drei Jahren wieder zusammensetzen“. Das erklärte Ziel: „Alles bleibt so, wie es ist.“ Denn laut Pallentin wird sich für den Endverbraucher nichts ändern.

„Mit dieser Entscheidung wollen wir auch dazu beitragen, dass der Abwasserpreis in der Gemeinde stabil bleibt“, erklärt Pallentin. Auch Schumacher sieht „einer guten Zeit“ entgegen und betont: „Das offene Wort zählt. Kommt es einmal zu Problemen, wird das sofort angesprochen.“ Neben einer Unterschrift besiegelt ein fester Händedruck die Zusammenarbeit. Die Gemeinde lässt sich den Betrieb rund 60 000 Euro pro Jahr kosten.

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