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Männertreff besichtigt „beckers bester“

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Der Männertreff kommt regelmäßig zu Vorträgen und Besichtigungen zusammen.
Der Männertreff kommt regelmäßig zu Vorträgen und Besichtigungen zusammen. Diesmal war sein Ziel „beckers bester“. © Männertreff Nörten

Nörten-Hardenberg – 20 Mitglieder des Nörtener Männertreffs besichtigten jetzt den in Lütgenrode ansässigen Fruchtsafthersteller Becker. Der Männertreff ist eine seit 2007 bestehende Vereinigung von Senioren aus der Gemeinde Nörten-Hardenberg und der Umgebung , die sich regelmäßig zu Vorträgen und Besichtigungen treffen.

Die Firma Becker wurde 1932 in Lütgenrode gegründet und ist heute auch ein Fullserviceanbieter für andere Unternehmen. Von den insgesamt 250 Produkten werden etwa 80 eigene Säfte abgefüllt. Im Betrieb sind zur Zeit 169 Mitarbeiter, zum Teil im Dreischichtbetrieb, beschäftigt. Das Unternehmen befindet sich seit vier Generationen im Familienbesitz, geschäftsführender Gesellschafter ist Sebastian Koeppel, der Urenkel der Firmengründerin Bertha Becker. Mit einem Ausstoß von über 48 Millionen Litern gehört die Firma Becker zu den zehn größten Fruchtsaftherstellern in Deutschland. Der Betrieb wird seit 2015 klimaneutral geführt, und die Produkte seit 2020 ebenfalls klimaneutral hergestellt. Zudem wurde der Betrieb mehrfach ausgezeichnet.

Die Assistentin der Geschäftsleitung, Anna-Lena Brasche, und die Marketingassistenz Sofie Bruchmüller führten die Gruppe durch den Betrieb. Der Rundgang begann, wie in der Lebensmittelherstellung obligatorisch, mit dem Anlegen der Schutzkleidung sowie einer intensiven Desinfektion des Schuhwerkes. Sehr interessant war die Herstellung der Einwegverpackungen (Tetra Pac Verpackungen). Ein weiteres Verfahren, das überwiegend bei der Fa. Becker angewandt wird, ist die Abfüllung in Glasflaschen verschiedener Größen.

Die Fruchtsäfte und Fruchtnektare werden ausschließlich auf physikalischem Weg ohne Zusatz von Konservierungsstoffen haltbar gemacht. Bei der Pasteurisation werden bei ca. 85 0 C die für den Verderb verantwortlichen Mikroorganismen abgetötet und Enzyme inaktiviert. Durch dieses Verfahren bleiben Inhaltsstoffe wie z. B. natürliche Vitamine und Spurenelemente weitgehend erhalten. Bei dem seit einigen Jahren verwandten Verfahren der Kaltabfüllung von z. B. Kartonverpackungen wird der pasteurisierte Saft auf weniger als 20 0 C rückgekühlt und unter sterilen Bedingungen in eine sterile Verpackung abgefüllt.

Nach eigenen Angaben möchte das Unternehmen die Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales) bestmöglich vereinen. Der Energiebedarf für die Anlage wird so zum Beispiel fast ausschließlich über ein eigenes Holzhackschnitzelheizwerk gewonnen. Zudem wurde eine eigene Abwasseraufbereitung gebaut. Das Unternehmen entschied sich 2018, auf den Einsatz von PET-Verpackungen zu verzichten.

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