Schwarzer Qualm dringt aus den Fenstern

Zimmerbrand: 80 Kräfte im Einsatz

Zimmerbrand in Nörten-Hardenberg
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Zimmerbrand Nörten-Hardenberg

Nörten-Hardenberg – Zu einem Zimmerbrand an der Johann-Wolf-Straße ist die Ortsfeuerwehr Nörten-Hardenberg Mitte am 26. April gegen 19.10 Uhr alarmiert worden. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort ankamen, drang starker, schwarzer Qualm aus zwei Fenstern im Giebel und aus einem Dachfenster.

Update: 27. April, 15.25 Uhr

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Göttingen und der Polizeiinspektion Northeim handelt es sich um Brandstiftung. Der mutmaßliche Täter konnte schnell festgenommen werden. Der 28-Jährige steht im Verdacht, den Brand gegen 18.55 Uhr gelegt zu haben. Er habe sich zunächst unter einem Vorwand Zutritt zum Haus verschafft und flüchtete kurze Zeit später daraus. Da das Verhalten einem Nachbarn verdächtig vorkam, verfolgte er den Mann und informierte parallel die Polizei. Als der Zeuge von der abgebrochenen Verfolgung zu dem Haus zurückkehrte, stellte er bereits eine starke Verrußung im Dachgeschoss fest. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Ermittlungen auf etwa 25.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. Eine Streife konnte den Tatverdächtigen noch im Nahbereich feststellen und vorläufig festnehmen. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Erstmeldung vom Morgen des 27. April

Gleichzeitig alarmiert wurden die Drehleiter und das Großraumtanklöschfahrzeug des Landkreises Northeim sowie der Rettungsdienst vom Arbeiter-Samariter-Bund und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Landkreises Northeim. Sofort nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ließ der Einsatzleiter über die Leitstelle alle sieben Ortsfeuerwehren der Gemeinde Nörten-Hardenberg rufen, woraufhin sich zwei Atemschutztrupps mit C-Rohren ins Treppenhaus und die obere Wohnung begaben. Es befanden sich keine Personen mehr in dem Mehrfamilienhaus.

Von der Drehleiter aus wurde das Dach mit einer Wärmebildkamera beobachtet. Kameraden der Feuerwehrbereitschaft 4 (Umweltfeuerwehr) des Landkreises Northeim nahmen anschließend Messungen im Haus vor. Die Ortsfeuerwehr Sudershausen hatte eine Dekon-Stelle für die Einsatzkräfte, die sich im Haus befanden, aufgebaut und die Atemschutzüberwachung übernommen. Mit einem Hochleistungslüfter wurde das Haus anschließend belüftet.

Im Einsatz waren etwa 80 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sowie des Energieversorgers. Weiterhin waren der stellvertretende Abschnittsbrandmeister, der Gemeindebrandmeister und sein Stellvertreter am Einsatzort. Aufgrund des Einsatzes war die Johann-Wolf-Straße gesperrt.

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