Bürgermeister-Dienstversammlung in Katlenburg-Lindau

„Wollen Niveau halten“

KATLENBURG-LINDAU (rgy) – „Wir verzichten auf einen großen, kostspieligen Neujahrsempfang, stattdessen treffen wir uns alljährlich in dieser Runde“, begrüßte Katlenburg-Lindaus Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens die Ortsbürgermeister zur Dienstversammlung am Dienstag. Die Sitzung diente dazu, die wichtigsten Fragen und Termine der Gemeinde zu besprechen und alle auf den neuesten Stand zu bringen. Außerdem bestand anschließend in lockerer Runde Gelegenheit zum Gespräch. Höhepunkt war ein Filmbeitrag über den Bau der Festhalle in Berka aus den 60er Jahren.

In der Gemeinde müsse mit Blick auf den Haushalt gespart werden, erklärte Ahrens. Jede Ortschaft möge schauen, wo noch Einsparpotenzial sei. „Wir wollen nicht in Schieflage geraten, sondern das Niveau halten“, betont der Gemeindebürgermeister. Vielleicht könnte auf etwas verzichtet werden, ohne, dass es den Bürgern wehtue, appellierte er zum Überdenken einiger Strukturen. Als Beispiel nannte er Flächen auf Friedhöfen, die unter Umständen zu einer abgegrenzten Blumenwiese umgestaltet werden könnten, da sie auch in absehbarer Zeit nicht genutzt würden. Damit würde die häufige Pflege der Grünflächen verringert. Zudem solle an Bürger und Firmen appelliert werden, Patenschaften für Blumenbeete zu übernehmen, um die Gemeindekasse zu entlasten. Vor dem Hintergrund anstehender Personalwechsel werde der Bauhof auf strukturelle Optimierungen untersucht, teilte Ahrens mit. Eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Politik soll dazu in nächster Zeit tätig werden.

Die Entwicklung in den Baugebieten verlaufe weiterhin zurückhaltend. Von den im Gemeindegebiet vorhandenen 200 Bauplätzen sei rund ein Viertel nicht zu verkaufen. Einher geht ein Einwohnerrückgang. „Im Vergleich mit anderen Gemeinden stehen wir da aber noch gut dar“, betont Ahrens. Die Einwohnerzahl der Gemeinde ist von 7.254 (Stand 1. Januar 2014) um rund 44 zurückgegangen, das mach 0,6 Prozent aus. 65 Geburten standen 75 Sterbefälle gegenüber. 28 Ehen wurden 2014 geschlossen, 20 Scheidungen waren zu verzeichnen. Die Zahl der Aussiedler inklusive Nachkommen ist von 315 auf 331 gestiegen. Die Zahl der Asylbewerber in der Gemeinde beträgt aktuell 48. Es sei aber in den kommenden Monaten mit einer höheren Zuweisung zu rechnen, betont Ordungsamtleiterin Ina Danne und fordert auf, Leerstände zu melden, damit man nicht irgendwann in Bredouille gerät, weil Wohnraum für die neuen Asylbewerber im Gemeindegebiet fehlt.

Für die Nahversorgung in Lindau laufen derzeit weiterhin Planungen für einen Discounter sowie einen Drogeriemarkt, berichtet Ahrens. Ein erforderliches Einzelhandelsgutachten würde für die kommende Woche erwartet. Verträge mit den Ketten sind aber nach wie vor noch nicht unterzeichnet.

Auch in der Mobilfunkversorgung gibt es Bewegung. Auf der Achse Berka, Katlenburg, Wachenhausen und Suterode trägt der neue Funkmast am Wasserbehälter „Obere Briege“ maßgeblich zum verbesserten Empfang bei. Für Elvershausen soll 2015 ein neuer Funkmast mit LTE errichtet werden. Hinsichtlich der Verbesserung der DSL-Versorgung sind nun Gillersheim und Suterode mit VDSL-Geschwindigkeit (50Mbit) angebunden. „Ein großer Standortvorteil im ländlichen Raum“, freut sich Ahrens und hofft auf weiteren Ausbau.

Hauptamtsleiter Volker Mönnich weist darauf hin, dass es im Frühjahr wieder eine neue Infobroschüre geben soll. Warnt aber davor, dass Trittbrettfahrer versuchen, Anzeigen zu verkaufen. Die Gemeinde arbeite wie bisher nur mit dem im Ort bekannten Hardegser Verlag zusammen.

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