2,5 Megawatt-Anlage ist jetzt offiziell ans Netz gegangen / SRHT-Team am Seil

Wind frei für Amelsen

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Bei den mehrmonatigen Bauarbeiten wurden die Dimensionen des Riesen-Apparates mit Dreiblatt-Rotor besonders deutlich: Das gesamte Projekt mit Planung und Bauarbeiten hat eineinhalb Jahre gedauert.

AMELSEN (cmf) – Diese Brise passte: Bei ordentlicher Luftbewegung ist die neue Windkraftanlage am Amelser Hötgebaum jetzt richtig feierlich eingestöpselt worden. Damit ist nach „Lüthorst I“ baugleich die zweite moderne Großanlage im Dasseler Stadtgebiet westlich von Einbeck energisch in Betrieb gegangen. Doch noch ist die Auseinandersetzung um die Baugenehmigung für das Vier-Millionen-Euro-Kraftwerk nicht beendet.

Beim "Tag der offenen Turmtür" an dem knapp 200 Meter hoch ragenden 2,5-Megawatt-Kraftwerk haben Vertreter der Betreiberin „Windkraft Amelsen“ und der bauausführenden Casa-Projektgesellschaft die Strom-Schalter umgelegt. Das ließen sich einheimische und auswärtige Windstrom-Interessierte bei der fünfstündigen Türöffnung nicht entgehen und kletterten im kreisrunden Turmgehäuse sportiv bis zum Nabenraum. „Es ist immer wieder schön, wenn eine Anlage fertig wird“, freute sich Casa-Projekt-Geschäftsführer Dr. Dietrich Beverborg, bevor zig Interessierte bei bester Niedersachsen-Nieselgischt die begehbare Hülle der rotierende Energiequelle inspizierten – oder gleich zu Kaffee, Kuchen oder Windmühlen-Bratwurst griffen. Die Vensis-WKA mit niedersächsischer Technik und Saarländer Hartelementen gehört zur 2,5-Megawatt-Klasse. Damit lässt sich der Jahresstromverbrauch von 1.250 Dasseler Haushalten ernten. Gut zwei Jahrzehnte Laufzeit sind vorgesehen. Für Staunen und dankbare Anerkennung sorgten im feierlichen Zeltlager am Turmsockel die Höhenretter der Kreisfeuerwehr. Die Spezialisten der Fachgruppe "Absturzsicherung/Spezielle Rettung aus großen Höhen und Tiefen" (SRHT) demonstrierten mit stattlich schwerem Crash-Test-Dummie im Rettungskorb, wie verletzte oder bewusstlose Personen im Fall der Fälle sicher im Seil nach unten kommen. Dabei hat die Fachgruppe um die Einbecker Fachberater Chris Preuß und Sebastian Radke gleichzeitig trainiert und obendrein Ortskenntnisse erworben.

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