Werk-statt-Schule startet mit neuem Projekt / „Jobtimist“ richtet sich an Betriebe im Landkreis

„Finden und binden“

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Möchten ein Netzwerk für ausbildende Betriebe schaffen (von links): Christine Huster, Verwaltungskraft Kerstin Jordan, Stephan Bömelburg, Constanze Buberti und Renate Sydow vom Projekt „Jobtimist“.

NORTHEIM (wat) – Die Werk-statt-Schule in Northeim hat im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms „Jobstarter plus“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung den Zuschlag für die Durchführung des Projektes „Jobtimist ­– Wegweiser durch die Ausbildung“ erhalten. Mit dem Projekt sollen kleine und mittlere Betriebe im Landkreis Northeim bei der Azubisuche oder bei Problemen mit den Auszubildenden unterstützt werden.

„In erster Linie wollen wir Transparenz bei den Betrieben herstellen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für sie bezüglich der Auszubildenden gibt und als Ansprechpartner bei Problemen mit dem Auszubildenden oder der Besetzung einer freien Ausbildungsstelle helfen“, umreißt Projektleiterin und Geschäftsführerin der Werk-statt-Schule Christine Huster das Projekt. Vieles sei bislang nicht vernetzt oder überhaupt bekannt, auch das solle mit „Jobtimist“ geändert werden. Das Team soll für die Betriebe als zentraler Ansprechpartner fungieren und so „das Rund-um-sorglos-Paket bieten“, so dass mit dem auf drei Jahre angelegte Projekt eine nachhaltige regionale Unterstützungsstruktur im Landkreis Northeim für die Betriebe entwickelt werden kann. „In Northeim haben wir eine überdurchschnittlich ungünstige Situation“, berichtet Projektmitarbeiter Stephan Bömelburg, „hier gibt es ein Passungsproblem, es gibt viele unbesetzte Ausbildungsstellen, gleichzeitig aber auch viele Jugendliche, die noch eine Stelle suchen.“ Mit dem Projekt sollen nach Möglichkeit auch Betriebe und potenzielle Azubis zusammengeführt werden. Sich an „Jobtimist“ beteiligen können alle kleinen und mittelständischen Betriebe im Landkreis. „Auch Betriebe, die vielleicht schlechte Erfahrungen mit Azubis gemacht haben und jetzt überlegen, ob sie noch einmal ausbilden möchten, können sich an uns wenden“, lädt Renate Sydow vom Team ein. Zudem bieten die Teammitglieder an, die Betriebe hinsichtlich ihrer eigenen Möglichkeiten bezüglich einer Ausbildung zu beraten. „Viele wissen gar nicht, was es dort alles zu bedenken gibt, dabei unterstützen wir dann auch“, erklärt Projektmitarbeiterin Constanze Buberti, die auch an die Betriebe selbst appelliert, für Azubis attraktiv zu bleiben oder zu werden.

Erste Gespräche hinsichtlich einer Kooperation hat das Team bereits mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern, Handwerkskammern sowie Innungen und Schulen geführt. Das Team hat seine Büros in der Zentrale der Werk-statt-Schule in Northeim und ist dort unter 05551/978828 oder 978829 sowie per E-Mail an jobtimist@werk-statt-schule.de zu erreichen. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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