Viel zu tun für die Polizei am Wochenende

Schuss auf Hund, Verstöße gegen Corona-Regeln und betrunken am Steuer

Polizeikelle
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Symbolbild

Landkreis Northeim – Nachdem ein Schäferhundmischling seien Besitzerin mehrfach gebissen hatte und auch im Anschluss äußerst aggressiv war, erschoss ihn die Polizei. Zudem kam es zu Anzeigen aufgrund von Partys sowie zu einem Einsatz aufgrund einer betrunkenen Fahrerin.

Am Sonntag kam es gegen 12.30 Uhr an der Trift in Echte zu einem Einsatz von Rettungsdienst und Polizei, bei dem ein Schäferhundmischling von der Polizei erschossen werden musste. Der Hund hatte seine 65-jährige Halterin nach der Rückkehr von einem Spaziergang mehrfach gebissen, wodurch diese schwer am Arm und am Bein verletzt worden ist. Ein Nachbar wurde auf die Situation aufmerksam und eilte der Frau zu Hilfe. Ihm gelang es, den Hund abzuwehren, so dass sich die verletzte Frau ins Haus flüchten konnte. Der Nachbar alarmierte die Polizei. Einer Bekannten der verletzten Hundehalterin gelang es, den Hund anzuleinen. Nachdem es zunächst so schien, dass sich der Hund beruhigt hatte, wurde diesem ein Maulkorb angelegt. Der Hund schaffte es jedoch, sich von diesem zu befreien. Er konnte sich losreißen und biss erneut wild um sich. Von den Angriffen des Hundes wurde ein Polizeibeamter mit insgesamt fünf Bissen in die rechte Hand und ein weiterer Polizeibeamter von zwei Bissen in den rechten Daumen verletzt. Nachdem das eingesetzte Pfefferspray wenig Wirkung gezeigt hatte und der Hund zu erneuten Angriffen gegen die Polizeibeamten ansetzte, wurde der Schäferhundmischling von Schüssen aus der Dienstwaffe getötet. Die Hundehalterin sowie die beiden verletzten Polizeibeamten kamen ins Krankenhaus.

Am Sonntag wurde der Polizei gegen 0.10 Uhr eine Party in Bodenfelde gemeldet, die offensichtlich entgegen der aktuell geltenden Corona-Vorschriften durchgeführt wurde. Von den Beamten konnten vor Ort bei einer Geburtstagsfeier 13 erwachsene Personen sowie mindestens zehn Kinder aus verschiedenen Haushalten festgestellt werden, welche keinerlei Schutzmaßnahmen eingehalten haben. Nachdem die Beamten die Feier für beendet erklärten, zeigten sich die Beteiligten uneinsichtig und weigerten sich zunächst, ihre Personaldokumente auszuhändigen. Erst nach Hinzuziehung weiterer Polizeikräfte, wiesen sich die Beteiligten aus. Danach wurden Platzverweise ausgesprochen sowie Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen alle Beteiligten eingeleitet. Die Polizei appelliert eindringlich an die Bevölkerung, derartige Zusammenkünfte zu unterlassen. „Jeder Einzelne ist in der Pflicht, sich an die Corona-Verordnung zu halten und so die Infektionszahlen so gering wie möglich zu halten. Nur so können die hohen Fallzahlen gesenkt und lebensbedrohliche Krankheitsverläufe minimiert werden“, ruft die Polizei zur Einhaltung der Regeln ein. Verstöße gegen die Corona-Verordnung werden konsequent verfolgt und geahndet.

Eine weitere Party fand in der Nacht auf Sonntag in Lindau statt. Gegen 1.50 Uhr kontrollierte die Polizei eine Wohnung an der Gartenstraße. Dort hielten sich drei Personen aus unterschiedlichen Haushalten auf und feierten. Die Polizei sprach Platzverweise aus und leitete entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Am Sonnabend kam es gegen 17.55 Uhr an der Güterbahnhofstraße in Northeim zu einem Verkehrsunfall infolge von Trunkenheit und der Nutzung eines Mobiltelefons. Eine 43-jährige Northeimerin bog mit ihrem VW Polo von der Sedanstraße in die Güterbahnhofstraße ein, als sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor und mit einem geparkten Pkw kollidierte. Bei der Unfallaufnahme gab die Northeimerin an, dass sie von ihrem Mobiltelefon abgelenkt war. Im weiteren Verlauf der Sachverhaltsaufnahme stellten die Polizeibeamten Alkohol in der Atemluft fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,61 Promille. Der Unfallverursacherin wurde eine Blutprobe entnommen. Zusätzlich erfolgte eine Untersagung der Weiterfahrt und eine Beschlagnahme des Führerscheins. Es wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohol eingeleitet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 3.000 Euro.

Aufgrund einer bewusstlosen männlichen Person mit leichter Kopfplatzwunde an der Mühlenstraße in Northeim wurde am Freitag gegen 17.50 Uhr ein Rettungswagen alarmiert. Die eingesetzten Sanitäter wollten den 41-jährigen Northeimer medizinisch erstversorgen. Während der Versorgung verhielt sich der Mann gegenüber den Rettungskräften zunehmend aggressiv, so dass die Polizei zur Unterstützung angefordert wurde. Der Verletzte reagierte auch in Anwesenheit der Polizei ungehalten und musste mit Handfesseln fixiert werden. Anschließend erfolgte ein von der Polizei begleiteter Transport in das Northeimer Krankenhaus. Dort wurde ein freiwilliger Atemalkoholtest bei dem Mann durchgeführt. Dieser ergab einen Wert von 1,49 Promille. Nach der medizinischen Versorgung konnte der 41-jährige aus dem Krankenhaus und den polizeilichen Maßnahmen entlassen werden. Gegen den Northeimer wurde ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

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