Verkehrsknotenpunkt Bahnhofstraße/Bella Clava wird entschärft

Freie Fahrt in Uslar

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Präsentieren die Lösung für den Verkehrsknotenpunkt in Uslar: Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Bürgermeister Torsten Bauer sowie (hinten, von links) stellvertretender Leiter des Polizeikommissariats Uslar Tobias Goldschmidt, Erster Kreisrat Jörg Richert, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Northeim Peter Schliep und Heinrich Wilhelm Szymanski vom Fachbereich Straßenverkehr des Landkreises Northeim.

Uslar – „Was lange währt, wird endlich gut“, fasst Landrätin Astrid Klinkert-Kittel den inzwischen mehrere Jahre dauernden Prozess der Entschärfung des Verkehrsknoten-punkts an den Straßen Bella Clava, Bahnhofstraße und Albert-Schweitzer-Straße in Uslar zusammen. 

Am Mittwoch präsentierte sie im Rahmen eines Pressegesprächs eine Lösung, mit der die Verkehrssituation entzerrt und vereinfacht wird: Die momentan dort noch stehende Ampelanlage soll komplett abgebaut und dafür eine Fußgängerbedarfsampel an der Kreuzung Bahnhofstraße/Albert-Schweitzer-Straße gebaut werden. „Damit schaffen wir einen besseren Verkehrsfluss bei gleichzeitig höchstmöglicher Sicherheit für Fußgänger“, berichtet die Landrätin. Das Straßenbauamt in Bad Gandersheim sei bereits mit der Umsetzung beauftragt worden. Vermutlich in der zweiten Jahreshälfte soll der Umbau dann erfolgen. Rund 50.000 Euro Kosten sind dafür veranschlagt. „Es waren ganz viele Varianten in der Diskussion“, beschreibt Heinrich Wilhelm Szymanski vom Fachbereich Straßenverkehr des Landkreises Northeim den langen Weg zu der jetzigen Lösung. Die in Kürze kommende Ampelanlage wird eine so genannte Dunkelampel sein, das heißt, dass für die Fahrzeugfahrer kein Lichtzeichen zu sehen ist, so lange die Fußgängerampel nicht angefordert wird. „Erst, wenn das passiert, springt die Ampel auf Grün, dann Orange und schließlich Rot“, erklärt Szymanski. Die Fußgängerampel hingegen würde allerdings immer ein Lichtzeichen geben. Für den Verkehr aus der Albert-Schweitzer-Straße, der sich nach dem Rechtsabbiegen auf die Bahnhofstraße unmittelbar vor der Ampel befindet, wird ein Vorsignal eingerichtet, das den Autofahrern signalisiert, ob die Ampel angefordert wurde beziehungsweise ob sie Rot zeigt. Zusätzlich werden dort Stopp­schilder angebracht. „Und für die ersten drei Monate nach dem Umbau wird mit Schildern auf die geänderte Verkehrsführung hingewiesen“, ergänzt Szymanski. Gute Erfahrungen ohne eine Ampel an dieser Stelle habe man in Uslar bereits gemacht. Während der Schulferien wurde sie schon abgeschaltet. „Und es gab nie Probleme“, weiß Klinkert-Kittel zu berichten. Laut einer Zählung 2017 herrscht dort ein Verkehrsaufkommen von rund 8.500 Fahrzeugen pro Tag. Auch aus Sicht der Polizei ist der Abbau der Ampelanlage kein Problem. „Die Kreuzung ist aus unserer Sicht unauffällig. In den vergangenen fünf Jahren gab es dort insgesamt nur fünf Verkehrsunfälle, davon keiner schwer“, sagt Peter Schliep, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Northeim. Für die Polizei sei vor allem wichtig gewesen, dass Fußgänger die B241 (Bahnhofstraße) sicher queren können. „Diese Forderung ist eindeutig erfüllt“, freut sich Schliep. Besondere Freude über die Nachricht herrscht bei Uslars Bürgermeister Torsten Bauer. „Die neue Maßnahme wird den Verkehrsfluss an dem Engpass deutlich verbessern“, ist er sicher. Auch in Bezug auf Lärm und Klima sei der Abbau der Ampelanlage positiv zu sehen. „Die Kreuzung ist schon ein neuralgischer Punkt“, sagt Bauer. Wenn jetzt vor allem Lkw dort nicht mehr so häufig an der Ampel warten und teilweise bergauf anfahren müssen, könne es deutlich ruhiger werden und zu einer Verringerung der Abgase führen. Zudem werde der Zugang zur Kernstadt damit weiter erleichtert. „Es ist ein echter Gewinn für die Stadt“, dankt er allen daran Beteiligten. (wat)

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