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Unwetter schlägt in Mackensen zu

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Baum auf Haus gefallen
Die Windhose ließ Bäume umknicken wie Streichhölzer. © Konstantin Mennecke

Dassel / Mackensen - Umgestürzte Bäume, beschädigte Häuser und Autos, obendrein eingeschlossene Personen: Das Unwetter hat am Freitag nur einen kleinen Teil des Landkreises Northeim getroffen. Dafür hat es aber in Mackensen im Stadtgebiet Dassel umso heftiger zugeschlagen. 

Bäume auf der Straße
Bäume stürzten auf die Straße: Da war kein Durchkommen mehr. © Konstantin Mennecke

Um 18.25 Uhr wurden umgestürzte Bäume nahe Mackensen gemeldet. Kurze Zeit später war klar, dass nicht nur Bäume umgestürzt, sondern auch ein Autofahrer zwischen ihnen eingeschlossen war. Die Person sollte nach ersten Informationen verletzt sein. Aufgrund der hohen Zahl an Bäumen auf der Straße, die den Weg versperrten, wurde ein Trupp zu Fuß über ein Feld an die Unfallstelle geschickt. Parallel dazu machten sich der Rettungsdienst und Rettungshubschrauber Christoph 44 auf den Weg. Der Patient konnte kurze Zeit später glücklicherweise nur leicht verletzt behandelt werden. 

Abgedeckte Dächer
Die Windhose beschädigte zahlreiche Häuser. © Konstantin Mennecke


Anrufer meldeten unterdessen eine Windhose über Mackensen. Die Auswirkungen waren deutlich sichtbar. Dächer wurden teilabgedeckt, Autos zerstört, Fenster eingeschlagen und zahlreiche Bäume entwurzelt oder wie ein Streichholz abgeknickt. Über 100 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW waren vor Ort im Einsatz, ebenso die Notfallseelsorge. Mittels Drohnen wurde sich eine Übersicht über die Lage verschafft. Zusätzlich kam schweres Gerät vom Technischen Hilfswerk in Form eines Baggers zum Einsatz. 

Die Straße zwischen Mackensen und Merzhausen wird bis in die kommende Woche voll für den Verkehr gesperrt bleiben. 

„Dieser Einsatz macht deutlich, wie schwer es ist, Extremwetter vorherzusagen. Während eine Ortschaft verwüstet ist, ist im Nachbarort nahezu nichts passiert. Wir bitten deshalb darum, Wetterwarnungen immer ernst zu nehmen und bei angekündigtem Unwetter die Lage per Warn-Apps, unter anderem BIWAPP, genau im Blick zu haben“, betont Konstantin Mennecke, Sprecher der Kreisfeuerwehr.

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