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Unter der Motorhaube

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Karina und Olaf Düvel organisieren das Treffen in Hardegsen. © Foto: Gerhardy

HARDEGSEN (rgy) – Ein Blick unter die Motorhauben der zwei Opel Kadett E des Hardegser Hobbyschraubers Olaf Düvel verspricht Heißes. Unter der einen verbergen sich ein 140 PS-Motor, viel Chrom und Airbrushes, während unter der anderen ein Gasgrill integriert ist. Düvel hat alles in seiner Freizeit mit originellen Ideen, viel Arbeitszeit und auch finanziellem Einsatz umgebaut.

Der „Grilldett“ kam erstmals beim Weihnachtsmarkt in Hardegsen zum Einsatz, gleich 600 Würstchen fanden Abnehmer. „Ich habe immer ein Auto zum Ausschlachten“, berichtet Düvel, als er in den leeren Motorraum geguckt habe, sei ihm die Idee gekommen, einen Grill darin zu installieren. „Ich habe dann einfach drauf losgebaut“, berichtet er. Ganz einfach sei es dann aber doch nicht gewesen. Der nächste Einsatz des „Grilldett“ steht schon bevor. Für Pfingstsonntag hat der Opelfan zum Opel- und markenoffenen Young- und Oldtimertreffen von 9 bis 17 Uhr an der Burg Hardeg eingeladen. „Das war schon immer mein Traum so ein Treffen zu organisieren“, berichtet der 44-Jährige. Vor drei Jahren habe er es zum ersten Mal im kleinen Rahmen angegangen. In diesem Jahr rechnet er hingegen bei gutem Wetter mit rund 400 Besuchern. Schon jetzt liegen zahlreiche Anmeldungen vor, freut sich der Organisator, der bei den Vorbereitungen tatkräftig von seiner Frau Karina unterstützt wird. Zudem kann er sich auf die Mitglieder des Clubs „Hardegsen Hardcore“ verlassen, die dann beim Treffen fleißig helfen. „Anders ist so etwas auch gar nicht möglich zu organisieren“, ist er für die große Unterstützung dankbar und hofft, dass das Treffen zu einer festen Einrichtung an jedem Pfingsten wird und nach und nach wächst. „Wenn das Wetter schön ist, können wir in diesem Jahr sogar einen Teil des Burgparks mit nutzen“, freut er sich über das besondere Ambiente, das Hardegsen den Besuchern bietet. Zu sehen sind Oldtimer und Youngster der verschiedensten Hersteller von Opel über VW bis zu Porsche. In verschiedenen Kategorien gibt es auch Pokalverleihungen, kündigt Düvel an. Ein gewonnener Pokal für seinen Opel Kadett E Cabrio habe auch seine Leidenschaft für das Autoschrauben erst so richtig entfacht, berichtet er. Inzwischen hat er fast 19.000 Euro in den Wagen aus dem Baujahr 1992 gesteckt und 15 Pokale gewonnen. So glänzt es nicht nur unter der Motorhaube, auch technisch hat Düvel einiges verändert: vom Motor über das Fahrwerk ist alles neu. Das Innere ist mit Leder ausgeschlagen und jetzt soll noch die Domstrebe verchromt werden. Für Alltagsfahrten wird das Auto nicht genutzt, sondern nur, um damit zu Treffen zu fahren. „Dieses Jahr fahren wir auch bei der Manta-Manta-Tour mit“, freut sich der Autofan, der seine Leidenschaft für den Kadett damit erklärt, dass man alles selbst machen kann und die Motoren gut laufen. Beim Treffen sind auch einige Firmen dabei, die über Tuning informieren. Die Feuerwehr bekommt ein altes Auto zur Verfügung gestellt, um zu zeigen, wie mit der Rettungsschere ein Dach abgeschnitten wird. Kinder kommen hingegen beim Bobbycar fahren und Kinderschminken auf ihre Kosten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

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