Glaubenszentrum Bad Gandersheim bezieht Stellung

„Unser Hygienekonzept genauestens eingehalten“

Glaubenszentrum Bad Gandersheim
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Das Glaubenszentrum in Bad Gandersheim: 125 Bewohner und Mitarbeiter sind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Bad Gandersheim – Nach dem Corona-Ausbruch im Glaubenszentrum Bad Gandersheim hat sich die Leitung des Hauses mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet und versichert, dass entgegen der in den Medien verbreiteten Behauptung, es habe möglicherweise Verstöße gegen die Corona-Auflagen gegeben, sehr genau auf die Einhaltung des Hygienekonzepts geachtet worden sei. Dennoch ist bei 125 Schülern und Mitarbeitern des Zentrums eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Testung von insgesamt 252 Personen war veranlasst worden, nachdem zwei Besucher Symptome gezeigt hatten.

In der auf der Homepage des Glaubenszentrums veröffentlichten Mitteilung heißt es wörtlich: „Nachdem vom Gesundheitsamt nun die Ergebnisse der Großtestung vom Montag ausgewertet und 124 der Schüler und Mitarbeiter positiv getestet wurden, ist es uns ein Anliegen, uns erneut an die Öffentlichkeit zu wenden. Von Beginn des durch die Behörden genehmigten Schulregelbetriebs am 19. September 2020 an wurde das strenge Hygienekonzept im Glaubenszentrum genauestens eingehalten. Dies entsprach – abgesehen von schulpflichtigen Kindern – einer selbst auferlegten Gesamt-Quarantäne auf dem Campus mit der bekannten Maskenpflicht, Abstandregelungen und „Kohortenbildung“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Maßgeblich war hierbei der Leitfaden für Schulen in Niedersachsen „Schule in Coronazeiten“ vom Niedersächsischen Kultusministerium. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten waren die voneinander zu trennenden Einheiten noch erheblich kleiner (Richtwert: 10 Personen), als es an allgemeinbildenden Schulen möglich ist. In dem Wissen, welch´ große Verantwortung jede Bildungseinrichtung hier für das Gemeinwohl trägt, ist auf die Einhaltung des Hygienekonzepts sehr genau geachtet worden. Trotz dieses selbst auferlegten, sehr strengen Vorgehens mit erheblichen Einschränkungen ist es jetzt zu diesen Fallzahlen gekommen, die – wie man den Medien entnehmen kann – der aktuellen Situation in weiten Teilen der Bundesrepublik entspricht. Die Auswirkungen bedauern wir sehr, besonders auch für den Landkreis Northeim und die Stadt Bad Gandersheim, die vielen Mitarbeiter in den Ämtern, die jetzt zu der ohnehin schon drückenden Arbeitslast in dieser Zeit erhebliche Mehrarbeit leisten müssen. Wir bedanken uns erneut ausdrücklich für die freundliche und effiziente Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden.

Uns erreichten viele Anfragen von ortsansässigen Firmen, Vereinen und Bürgern der Stadt Bad Gandersheim und darüber hinaus, wie man uns bei der Versorgung mit dem Nötigsten in der jetzigen Lockdown-Situation helfen kann, wo keiner die Räumlichkeiten verlassen darf. Diese große Anteilnahme hat uns tief bewegt, und wir wollen uns dafür ganz herzlich bedanken. Die Versorgung aller im Glaubenszentrum ist über die Anlieferungszone mit entsprechender Hygieneschleuse gewährleistet. Inzwischen ist der Unterrichtsbetrieb in getrennten Gruppen nach den behördlichen Vorgaben mit entsprechender räumlicher Trennung wieder aufgenommen worden.“

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