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Satellitenanlage soll Kommunikation im Krisenfall sichern

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Marko de Klein (l.), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und der Leiter des Fachbereichs Brand- und Katastrophenschutz, Holger Schulz, beim Testen der mobilen Satellitenkommunikationsanlage.
Mobile Satellitenkommunikationsanlage im Test: Kreisbrandmeister Marko de Klein (l.), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und der Leiter des Fachbereichs Brand- und Katastrophenschutz, Holger Schulz. © Landkreis-Pressedienst

Northeim (lpd) – Der Landkreis Northeim hat eine mobile Satellitenkommunikationsanlage beschafft: Sie soll auch im Krisenfall die Kommunikation und den reibungslosen Datenaustausch sicherstellen.

Großschadenslagen, wie großflächige Überflutungen oder schwere Stürme, stellen die Feuerwehren vor eine besondere Herausforderung: Einsatzkräfte in hoher Anzahl müssen koordiniert werden, umfangreiche Absprachen mit Behörden sind zu treffen, und natürlich muss im Krisenfall die Bevölkerung informiert werden. Da in solchen Situationen die klassischen Kommunikationswege schnell überlastet sind oder Infrastruktur auch zerstört sein kann, braucht es eine Rückfallebene, eine so genannte Redundanz. Ab sofort steht der Kreisfeuerwehr oder dem Krisenstab der Kreisverwaltung dafür eine Satellitenkommunikationsanlage zur Verfügung. Beschafft wurde bewusst eine mobile Lösung, da sie individuell in verschiedenen Bereichen flexibel eingesetzt werden kann.

„Wir haben uns bereits länger mit der Beschaffung von mobilen Satellitenanlagen befasst. Die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal inklusive der Analyse der Kommunikationssituation dort vor Ort haben bestätigt, dass die Investition richtig und wichtig war“, betont Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Der Landkreis verfügt mit drei Technischen Einsatzleitungen für den Ernstfall über Fahrzeuge, die mit umfangreicher Kommunikationstechnik ausgestattet sind. Berührungsempfindliche Bildschirme, Telefonanlagen, Computer- und Funkarbeitsplätze sowie Anlagen zur Wetterbeobachtung gehören ebenso dazu wie Stromerzeuger, die ein autarkes Arbeiten ermöglichen. „Mit umfangreich im Ehrenamt ausgebildetem Personal können diese Fahrzeuge im Bedarfsfall von überall aus arbeiten, die Einsatzleitstelle in Northeim entlasten und jederzeit ein zuverlässiges und umfangreiches Lagebild über die aktuelle Situation im Landkreis liefern“, stellt Kreisbrandmeister Marko de Klein fest.

Die Satellitenanlage ermöglicht jederzeit einen reibungslosen Datenaustausch, Kommunikation über Telefon, das Sammeln von Informationen und auch die zuverlässige Weitergabe von Warnungen und Hinweisen an die Bevölkerung. Für die Satellitenkommunikationsanlage der Firma IPcopter hat der Landkreis insgesamt 10.000 Euro ausgegeben. Die Anlage geht nun in die praktische Testphase. Bei einem positiven Verlauf sollen weitere Investitionen in diese Technik erfolgen. 

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