Samtpfoten stehen zur Vermittlung / Wenig Fundtiere an Silvester

Messi-Katzen suchen ein Zuhause

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Spielen begeistert zusammen Vincent (rot/weiß), Valentin und Valentino.

68 Tiere leben zurzeit im Northeimer Tierheim. 15 davon sind Katzen aus einer Messiwohnung, in der Ende des Jahres 20 Fellnasen gefunden wurden. „Zum Glück haben wir zu Silvester kaum weitere Fundtiere dazubekommen“, freut sich die zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Carina Spörndli.

Dies sei doch ein erfreulicher Aspekt, entgegen den Vorjahren habe es zwischen den Jahren und auch rund um Silvester kaum Anrufe und kaum Tiere gegeben, die einen Platz im Tierheim brauchten. Das sei auch gut so, denn insbesondere die „Messi-Katzen“ hätten hohe Arztkosten verursacht und auch jetzt ist das Tierheim noch gut voll. Zusammen mit dem Veterinäramt und der Polizei wurden die Fellnasen aus einem verwahrlosten Haushalt gerettet. Inmitten von Kot und Urin mussten sie längere Zeit auf zwei Wohnungen verteilt leben und verwahrlosten so nach und nach. Fast alle Tiere waren, als sie im Tierheim ankamen, in einem erschreckenden Zustand. Aufgrund eines massiven Flohbefalls hatten sie Teile des Fells verloren, zusätzlich hatten alle Katzen hochgradigen Ohrmilben- und Wurmbefall. Bei dem Großteil der Katzen mussten die Zähne saniert und gezogen werden. Obendrein waren alle nicht kastriert. 16 Tiere wurden im Northeimer Tierheim und vier auf Pflegestellen beim Einbecker „Spendenteam ­– eine Stimme für Tiere“ untergebracht. Dank des Einsatzes der Tierschützer sind die Katzen nun medizinisch gut versorgt und soweit fit, dass sie zur Vermittlung freigegeben sind. „Eine der Katzen konnte schon erfolgreich vermittelt werden“, freut sich Sina Elbeshausen, Auszubildende im Northeimer Tierheim, und hofft, dass auch die anderen bald ein schönes Zuhause finden. Einige, der zwischen sechs Monaten und 16 Jahren alten Katzen, sind immer noch scheu und schreckhaft und nicht gut auf den Menschen sozialisiert. „Wir suchen für die armen Geschöpfe erfahrene Katzenhalter mit viel Zeit und Geduld, gerne mit vorhandener Katze im Haushalt! Gerne auch Bauernhöfe oder Pferdehöfe. Leider wurden die Tiere bisher nur in der Wohnung gehalten, daher müssen sie an Freigang erst mal langsam gewöhnt werden“, erklären Spörndli. Insbesondere die jungen Katzen fassen aber schon wieder Zutrauen in die Menschen und manch eine besteht schon auf eine Streicheleinheit. Auch für die Betreuung der Katzen werden ehrenamtliche Helfer gesucht. „Es reicht, wenn man sich zwischen sie setzt und sie langsam an die Menschen gewöhnt, bei Bedarf auch gern streichelt, wenn die Katzen es zulassen“, hoffte Elbeshausen auf weiter Ehrenamtliche, die das Tierheimteam unterstützen. Weitere Informationen und Anfragen sind unter 05551/52437 oder www.tierheim-northeim.de möglich. (rgy)

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