Moringer Hortkinder spielen „Pen and Paper“ Rollenspiele

Die Helden von Hortbeck

+
Drei der tapferen Helden besuchen das Haus des Jägers. Dort begegnen sie jedoch nicht dem Hausbesitzer, sondern drei bösen Blutelfen.

Moringen – „Was wollt ihr tun?“, ist eine der häufigsten Fragen, die Markus Rieck seinen Hortkindern beim Rollenspielprojekt stellt. Mit viel Fantasie und jeder Menge Würfeln schlüpfen diese in die Rollen von Elfen, Zwergen und Minotauren, um Monster aufzuhalten und ihre Heimatstadt zu verteidigen.

„Es geht aber nicht nur ums kämpfen“, stellt Rieck klar. Stattdessen versuche er möglichst viele Dialoge einzubauen. Freund und Feind können so überredet anstatt angegriffen werden. Es müssen nicht nur Monster bekämpft, sondern Verbündete geschützt und befreit werden. Dabei kommt jedoch keiner der Mitspieler jemals wirklich in Gefahr. Bei den so genannten „Pen and Paper“-Rollenspielen sitzen alle Mitspieler an einem Tisch, gekämpft wird nicht wirklich. Stattdessen beschreibt und spielt jeder, ähnlich wie beim Theater, was sein Charakter tun möchte. Um herauszufinden, ob er Erfolg hat, wird gewürfelt. Rieck übernimmt dabei die Rolle des Meisters. Er kennt die Geschichte, die die Kinder erleben schon und übernimmt jeweils die verschiedenen Personen, die ihnen auf ihren Reisen begegnen. Diese können von der weisen Kräuterfrau über den Zimmermann Olaf und dem ehemaligen General Eisenfaust, jetzt Rex Eisenfaust, bis zu wirklich fiesen Gestalten wie den Blutelfen reichen. Bei dem Versuch, ihre Stadt „Hortbeck“ vor Eindringlingen zu verteidigen, haben die Helden mit Hilfe des Zimmermanns Barrikaden errichtet. Dass dennoch einige von ihnen eindringen konnten, stellen die Elfen Elly und Nala sowie die Minotaurin Minny fest, als sie dem Jäger einen Besuch abstatten wollen. Stattdessen treffen sie dort drei Blutelfen, die direkt einen Pfeilhagel auf sie entfesseln. Elly entscheidet sich mit ihrem Messer in den Nahkampf zu gehen, Minny schießt mit ihrem Bogen zurück, muss aber selbst ein paar Treffer einstecken. Bei ihrer Größe fällt es ihr schwer, in dem engen Jägershaus auszuweichen. Um den Kampf ein schnelles Ende zu bereiten, setzt Nala fünf ihrer wertvollen sechs „Destinypunkte“ ein, um aus dem Lehmboden der Hütte wuchernde Ranken zu beschwören. Völlig umschlungen und bewegungsunfähig müssen sich die Blutelfen geschlagen geben. „Ursprünglich haben wir nach einem improvisierten Regelwerk gespielt“, erklärt Rieck, der seine private Leidenschaft für das Hobby mit den Kindern teilen wollte. Das wurde aber zunehmend schwieriger, als die Kinder sich in diesem Spiel so gut auskannten, dass sie auch eigene kleine Grüppchen bildeten und ohne ihn spielten. Dann konnte schlecht nachgelesen werden, was im Zweifelsfall spontan ausgedacht wurde. Deshalb wechselten die Wolfsaugen, wie sich die Abenteurer nennen, zum Einsteigersystem „Destiny Beginner“. „So können sie auch ohne mich ein paar Abenteurer in ihrer Freizeit erleben“, freut sich Rieck, dass er seine Begeisterung für das Hobby weitergeben konnte. (sth)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare