Ortstermin an der Autobahn / Oldenrode fordert Lärmschutzwand

Sorge um Lärm

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Erörterung an der A7: Ortsbürgermeister Falk Schwarz (links) erläutert Dr. Roy Kühne die Sachlage.

OLDENRODE (rgy) – Für Unmut sorgt der geplante Ausbau der A7 in Oldenrode. Bedenken bereitet den Bürgern, dass sie einen höheren Lärmpegel im Ort erwarten, da nicht auf der gesamten Länge entlang der Autobahn eine Lärmschutzmauer vorgesehen ist. Dr. Roy Kühne (MdB) folgte der Einladung von Ortsbürgermeister Falk Schwarz und informierte sich vor Ort über die Situation.

Schwarz nutzte die Gelegenheit, vor rund 50 interessierten Bürgern und Vertretern aus Verwaltung und Politik die Bedenken gegen die aktuellen Pläne des Lärmschutzes beim A7-Ausbau vorzubringen. Vor allem, dass die Lärmschutzmauer auf circa 60 Metern direkt am Ortseingang nicht durchgezogen werden soll, wird im Ort nicht verstanden. Rund 875.000 Euro würden dafür an Mehrkosten anfallen. In den Planungen sei so genannter „Flüsterasphalt“ für das Teilstück vorgesehen, doch der Ortsbürgermeister sowie zahlreiche Anwohner befürchten, dass dies nicht ausreiche, zumal die Wirkung des offenporigen Asphalts nur acht bis zehn Jahre vorhalte. Und auch, wenn der Ort in Angrenzung an die Autobahn als Mischgebiet ausgewiesen sei, müsse doch bedacht werden, dass es fast ein reines Wohngebiet sei, das erhöhten Lärmschutz erfordere. Etwa 70.000 Fahrzeuge würden aktuell täglich über die Autobahn fahren.

Gemeindebürgermeister Jens Meyer betonte, dass die Region von der A7 profitieren würde. Der sechsspurige Ausbau müsse aber für die Bürger verträglich sein, forderte er Kühne und dessen Kollege und Mitglied des Verkehrsausschusses Günter Lach (MdB) auf. Kühne versprach, nochmals zu einem Abendtermin nach Oldenrode zu kommen, um ausführlicher über die Problematik zu diskutieren. Lach berichtete von sehr positiven Erfahrungen mit Flüsterasphalt auf anderen Straßen.

Deutlicher Kritik ausgesetzt war Heiko Lange von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der erläuterte, dass der Flüsterasphalt der Lärmschutzverordnung für ein Mischgebiet genüge. „Es gibt bei dem Konzept keine Grenzwertüberschreitung“, betont er. Selbst bei einer Hochrechnung der wachsenden Verkehrszahlen bis zum Jahr 2025, blieben die Werte im Rahmen des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Allerdings müsse der Asphalt nach acht bis zehn Jahren ersetzt werden, denn die Eigenschaften ließen im Laufe der Zeit nach. Als Alternative wäre nur eine 18 Meter hohe Wand als Vollschutz infrage gekommen. Die Behörde sei an die rechtlichen Vorgaben gebunden, könne auch nicht mehr Lärmschutz einplanen, als notwendig.

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