Schlüsselübergabe in der neuen Kindertagesstätte

"Engpass beendet"

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Mira von Roden nimmt gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Kathrin Große (links), Johanniter-Dienststellenleiter Bernward Kellner und Mia Hempel von Bürgermeisterin Susanne Glombitza den Schlüssel der neuen Nörten-Hardenberger Kita entgegen.

Nörten-Hardenberg – Nach nur neun Monaten ist es soweit: Die neue Kindertagesstätte in Nörten-Hardenberg ist fertiggestellt und seit Freitag ist die erste Gruppe in die neue Einrichtung in der Trägerschaft der Johanniterunfallhilfe eingezogen.

„Wir freuen uns, den Engpass hiermit beenden zu können“, erklärte Susanne Glombitza, Bürgermeisterin des Fleckens Nörten-Hardenberg, der 2,6 Millionen Euro in den Bau investiert hat. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Eltern in Nörten-Hardenberg keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder finden können, weshalb eine schnelle Lösung gesucht wurde. Im Eilverfahren startete der Flecken den Bau der neuen Kindertagesstätte, die in rekordverdächtigen neun Monaten gebaut wurde. Übergangsweise wurde ab August vergangenen Jahres im Bewegungsraum der Katholischen Kindertagesstätte im Ort eine zusätzliche Gruppe für zwölf Kinder eingerichtet, die gestern in ihre neuen Räume eingezogen sind. „Morgen ist wieder Leben in der Bude“, freute sich Einrichtungsleiterin Kathrin Große bei der offiziellen Schlüsselübergabe am Donnerstag. Mit insgesamt sieben Mit­arbeitern können in dem gut 800 Quadratmeter großen Gebäude 80 Kinder, davon 50 in der Kita und 30 in der Krippe, betreut werden. In dieser sind auch noch Plätze zu vergeben. Aufgenommen werden Kinder ab einem Jahr, allerdings vorrangig aus Nörten-Hardenberg. „Wir wollen zunächst den eigenen Bedarf decken, wenn Plätze übrig bleiben, nehmen wir auch Kinder von außerhalb auf“, erläuterte Glombitza. Die neue Kita an der Bünte 4 in Nörten-Hardenberg ist die fünfte derartige Einrichtung, die die Johanniter im Landkreis betreiben. „Sobald die Kita am Wieter in Northeim vollständig besetzt ist, betreuen wir 360 Kinder im Landkreis“, erklären der ehrenamtliche Regionalvorstand Jörg Dodenhöft und Bernward Kellner, Dienststellenleiter des Ortsvereins Northeim. Einrichtungsleiterin Große freute sich darauf, die Kita jetzt offiziell in Betrieb nehmen zu können. Die vergangenen Jahre hat sie als Erzieherin gearbeitet, vorher aber schon Erfahrung als Einrichtungsleiterin sammeln können. Im Konzept der Johanniter, habe sie sich wiedergefunden und dann speziell auf diese ausgeschriebene Stelle beworben. Das eigene Hauskonzept der Kita werde sich noch in den kommenden Jahren festigen und entwickeln, Schwerpunkte sind jetzt mit Bewegung und dem Partizipationsprinzip schon festgelegt. „Kinder wissen schon sehr gut worauf sie Lust haben und was sie brauchen“, erklärt Große. Dabei werde natürlich nicht Laissez-faire gehandelt, aber wenn ein Kind zum Beispiel nicht malen möchte und sich stattdessen etwas im Bewegungsraum ausleben möchte, so kann es diese Entscheidungsfreiheit in der Kita er­leben. (sth)

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