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„Heimische Bäder sind unverzichtbar“

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Dr. Roy Kühne, Hardy Ehrhardt, Hans-Joachim Baade und Andreas Mellan (von links) im Sole-Waldschwimmbad Bad Gandersheim.
Dr. Roy Kühne, Hardy Ehrhardt, Hans-Joachim Baade und Andreas Mellan (von links) im Sole-Waldschwimmbad Bad Gandersheim. © Konstantin Mennecke

Bad Gandersheim/Region – „Der Bedarf an Schwimmunterricht ist bereits jetzt riesig. Beim Abarbeiten dieses Berges darf es nicht an bürokratischen Hürden wie begrenztem Schulbudget scheitern.“ Das ist die Kernbotschaft, die Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne aus seinem Praktikum im Sole-Waldschwimmbad in Bad Gandersheim mitnimmt.

Die hohe Anzahl an Anfragen nach Schwimmunterricht, die im Bad Gandersheimer Schwimmbad eingehen, seien gemeinsam mit den von der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) genannten Zahlen ein alarmierendes Zeichen. Bis zu 60 Prozent der Zehnjährigen können nicht richtig schwimmen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. „Der sich hier aufstauende Nachholbedarf kann schlicht tödlich sein. Wir stehen vor einem Sommer mit begrenzten Freibad-Kapazitäten. Kinder, die in offenem Gewässer baden gehen, müssen unbedingt gut schwimmen können“, betont Kühne. Bereits seit Beginn der Pandemie können keine vom Förderverein organisierten Kurse mehr angeboten werden.

Wie wichtig nicht nur kommunal betriebene Schwimmbäder sind, wird damit in der aktuellen Situation deutlich. „Einrichtungen wie das Solebad in Bad Gandersheim, das Hallenbad in Greene und das Freibad Sudheim sind insbesondere für die Möglichkeit, flächendeckend im Schulsport Schwimmunterricht anbieten zu können, unverzichtbar. Das starke Engagement der Fördervereine und auch der Solebad-Genossenschaft ist exemplarisch dafür, wie sich Menschen aus Liebe zu ihrer Region stark machen“, lobt Kühne. Ein 45 Jahre altes Schwimmbad – verbunden mit Sole – sei zwar ein Alleinstellungsmerkmal und damit weit über die Region hinaus bekannt. „Es ist aber auch einer Herausforderung, die den Engagierten viel Zeit abverlangt. Zeit, die sie investieren, um dieses Bad unbedingt zu erhalten. Dieses Bad mag manchem Besucher aufgrund der hohen Standards vor Ort vielleicht wie selbstverständlich vorkommen, das ist es aber keineswegs. Herzlichen Dank allen Förderern, Mitgliedern und Badbesuchern!“

Für die Großbaustelle zur Landesgartenschau, zu der das Solebad ein neues Freibad – konkret ein Naturbad – erhält, wünscht sich der Bundestagsabgeordnete ein gemeinsames Ziehen aller Beteiligten an einem Strang. „Das Bad mit seinen Besuchern auch aus den Landkreisen Hildesheim, Goslar und Göttingen ist ein Botschafter für die Region und ein Juwel für die Einheimischen. Es muss allen politisch Beteiligten daran gelegen sein, hier eine unbürokratische Umsetzung der Planungen und Bauarbeiten möglich zu machen. Das haben nicht nur die Ehrenamtlichen verdient, die sich hier engagieren, sondern auch alle Bürgerinnen und Bürger, die teils seit vielen Jahrzehnten ihr Freibad schätzen und lieben“, appelliert Kühne abschließend.

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