Mehr Bauplätze gefragt

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Bürgermeister Uwe Ahrens (sitzend, 2. v. l.) hat zur Bürgermeister-Dienstversammlung eingeladen. Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese (stehend, 2. v .l.) stellt die Bauplatzsituation in der Gemeinde Katlenburg-Lindau vor.

KATLENBURG-LINDAU  Einmal im Jahr lädt Bürgermeister Uwe Ahrens zur Bürgermeister-Dienstversammlung ein, bei der die Verwaltung, die Ortsbürgermeister und Fraktionsspitzen zum Austausch und Resümee zusammenkommen. In diesem Jahr stand vor allem der Vortrag von Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese im Mittelpunkt, der auseinandersetzte, wo noch Bauplätze erforderlich sind und wieso manche nicht zur Bebauung zur Verfügung stehen.

Rund 80 freie Bauplätze sind in der Gemeinde Katlenburg-Lindau ausgewiesen. Doch nur wenige können aktuell bebaut werden. Einige gehören zur landwirtschaftlichen Hofstellen, andere stehen einfach nicht zum Verkauf und die Besitzer möchten das Grundstück nicht selbst bebauen, halten es zum Beispiel für Kinder frei, falls diese mal vorhaben dort zu bauen, wieder andere sind von der Lage her unattraktiv, begründet Wiese. Nur in Lindau und einige wenige Bauplätze am Schiefen Berg in Katlenburg stehen zur Verfügung. In allen anderen Ortschaften sei es notwendig, neue Baugebiete auszuweisen. Wiese forderte die Ortsbürgermeister auf, nochmal mit den Besitzern von freien Baugrundstücken zu reden, ob sie unter Umständen doch zum Verkauf an Bauwillige bereit seien, aber auch dazu, über Bebauungspläne zu reden. Auf der Homepage der Gemeinde sind die Baulückenpläne abrufbar. Zudem berät der Bauamtsleiter Bauwillige gern direkt vor Ort über die Möglichkeiten. Trotz der Baulandnachfrage hat sich die Einwohnerzahl der Gemeinde im vergangenen Jahr verringert. Sie ist von 7.173 auf 7.105 gefallen. 54 Geburten standen 94 Sterbefälle gegenüber. Auch die Zahl der in der Gemeinde wohnenden Asylbewerber ist rückläufig. Inzwischen wohnen nur noch 39 in Katlenburg-Lindau, 2015 waren es rund 80 Flüchtlinge. Die aus bürgerschaftlichem Engagement herausgebildete Flüchtlingshilfe soll aber weiter am Leben gehalten werden, sind sich die Akteure einig. Allerdings wird die Kleiderkammer nun nur noch einmal im Monat öffnen. Außerdem werde angedacht, diese in Zukunft vielleicht auch auf andere Bedürftige zu erweitern. 30 Krippenplätze hält die Gemeinde in Katlenburg und Lindau vor. Perspek­tivisch würde die Einrichtung einer weiteren Gruppe am Standort Gillersheim untersucht, teilt Ahrens mit.

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