Landkreis Northeim möchte Freizeitheim in Wahmbeck kaufen

Mehr Unterkünfte nötig

Dr. Hartmut Heuer

WAHMBECK – Der Landkreis Northeim möchte das Freizeitheim in Wahmbeck für die Unterbringung geflüchteter Menschen nutzen. „Wir rechnen damit, dass der Zustrom von Asylsuchenden auch 2016 anhalten wird“, erklärt der Erste Kreisrat Dr. Hartmut Heuer. Zugleich geht der Landkreis davon aus, dass es bereits in absehbarer Zeit nicht mehr möglich sein wird, die Flüchtlinge unmittelbar in geeigneten Wohnungen unterzubringen.

„Wir brauchen für die Erstunterbringung dringend eine größere Menge an Unterkünften als Puffer“, so Heuer weiter, bevor es zu einer längerfristigen Unterbringung im Kreisgebiet komme. Der Kreisausschuss hat deshalb beschlossen, das Gebäude anzukaufen und zugleich zugestimmt, die im Zusammenhang mit einem laufenden Betrieb stehenden weiteren Maßnahmen einleiten zu können: Da der Landkreis die Einrichtung nicht selbst betreiben kann, müssen Dritte beauftragt und weiteres Personal eingestellt oder übernommen werden. Nach Informationen des Kirchenkreises Leine-Solling soll das Freizeitheim Wahmbeck zum 31. Dezember geschlossen werden. Es war seit 1980 vom Kirchenkreis Uslar und anschließend vom Kirchenkreis Leine-Solling genutzt worden. Um die Bürger über den Sachstand zu informieren, gibt es am Mittwoch, 9. Dezember, ab 18 Uhr im Freizeitheim Wahmbeck eine öffentliche Infoveranstaltung. Vertreter unterschiedlicher Institutionen werden Auskunft geben und Fragen beantworten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare