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Wenig Straftaten

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Die Speichermedien werden immer kleiner und technisch anspruchsvoller (von links): Oliver Tschirner (Leiter des zentralen Kriminalitätsdienstes), Matthias Schwarze (Fachbereich Jugendkriminalität und Hans Walter Rusteberg) (Polizeidirektor der Polizeiinspektion Northeim/Osterode). © Foto: Gerhardy

LANDKREIS NORTHEIM (rgy) – „Wir leben in ausgesprochen sicheren Landkreisen“, freut sich Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg von der Polizeiinspektion (PI) Northeim/Osterode bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2014. Auch der Blick auf die Aufklärungsquote von 67,5 Prozent trägt zur Zufriedenheit bei.

Die Gesamtzahl der Delikte ist im Bereich der PI um 2,8 Prozent auf 11.227 Taten gesunken. Anders sieht der Landestrend aus, bei dem ein Anstieg von 1,3 Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen war. In folgenden Deliktgruppen im Bereich der PI konnten 2014 im Vergleich zu 2013 Rückgänge verzeichnet werden: 3.289 Diebstähle, davon 2.057 einfache Diebstähle, wurden 2014 angezeigt.

Im Vorjahr waren es 90 beziehungsweise 121 mehr. 1.088 Körperverletzungen wurden zur Anzeige gebracht, 237 davon waren schwer (93 beziehungsweise 31 weniger). 231 Fahrräder – und damit 31 weniger als 2013 – wurden gestohlen und 187 mal (31 mal weniger) in Wohnungen eingebrochen. Bei immerhin 59 Taten drangen die Einbrecher zwischen 6 und 21 Uhr, also am Tag, ein. Einen Anstieg der Fallzahlen verzeichnet die PI bei der Verbreitung von pornografischen Schriften 47 Taten (2013:17), bei Kfz-Diebstählen (57, 2013:45) und bei Diebstählen aus dem Auto (186 gegenüber 165 dem Vorjahr).

Die Polizei appelliert erneut daran, keine Wertsachen wie Handys und Portemonnaies im Auto liegen zu lassen. Eine Zunahme lässt sich in Bezug auf Warenbetrug mit einem Plus von 113 Delikten verzeichnen. Insgesamt kamen dabei 424 Personen zu Schaden. Internetkriminalität spielt mit 865 Fällen eine zunehmende Rolle. Ein Anstieg von etwa 30 bis 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat die PI zu verzeichnen. Die Polizei geht aber davon aus, dass nur neun Prozent der Internetstraftaten angezeigt werden, so dass die Dunkelziffer in diesem Bereich sehr hoch ist. Zahlreiche Geschädigte sind Opfer von Phishing, Pharming oder Spyware geworden. Wer dubiose Mails erhält, kann diese kommentarlos an www.trojaner@zik-nds.de weiterleiten und somit die Polizei unterstützen, die Urheber zu entlarven. Geschädigte hingegen sollten bei der PI Anzeige erstatten.

Oliver Tschirner, Leiter des zentralen Kriminalitätsdienstes Northeim, schildert, dass es im Vorjahr 25 Fälle von Phishing gab, bei denen 100.000 Euro Schaden entstanden. Die Täter forderten zur Angabe der Bankdaten auf, haben sofort 5.000 Euro ins Ausland transferiert und diese dann auch sofort abgehoben. Eine Rückholung des Geldes über die Banken war somit nicht mehr möglich. Problematisch für die Polizeiarbeit sei dabei, dass es keinen festen Tatort, keinen festen Täter gebe, das erschwere die Aufklärungsarbeit.

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