ASB Tagespflege bekommt Besuch von Kita Spatzennest

Mit Kind und Kegel

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Tagespflegegast Erika Klage (links) probiert mit Pflegefachkraft Stefanie Bierbaum den Be­wegungsparcours aus und landet beim Kegeln einen Volltreffer.

Nörten-Hardenberg – Seit über zehn Jahren besuchen die Kinder der Kita Spatzennest aus Angerstein einmal im Monat die Besucher der Tagespflegeeinrichtung des ASB in Nörten-Hardenberg. Jetzt sind sie einen Schritt weiter gegangen und haben eine ganze Woche miteinander verbracht.

Gemeinsam haben sich die Tagespflegegäste und die Kinder einiges vorgenommen. Gemeinsam wurde ein Hochbeet aufgebaut und gestaltet, in dem von Salat über Sellerie, Paprika, Tomaten und Zucchini bis zu Rosen- und Weißkohl viele verschiedene Gemüsesorten gedeihen können. „Das war schon lange ein Wunsch von uns“, erklärt Pflegefachkraft Stefanie Bierbaum. Bisher hatte die Einrichtung nur ein kleines Feld, das allerdings im Schatten lag und so nur wenig Ertrag lieferte. Das Hochbeet sei auch für die Gäste besser zu erreichen. Vielen von ihnen fällt es schwer sich zu bücken. Bei dem neuen Beet auf Bauchhöhe kann im Stehen Unkraut gezupft und Gemüse geerntet werden. Abhängig von der Ausbeute können die verschiedenen Pflanzen dann ihren Weg in die Küche der Einrichtung finden. Donnerstag wurde es sportlich bei der Tagespflegestelle. Auf dem kleinen Rundweg vor dem Gebäude waren mehrere Stationen aufgebaut, die von Eierlauf über eine Kegelbahn bis zu einem Barfußpfad für alle Teilnehmer etwas zu bieten hatten. Immer wieder sausten die Kinder mit Rollatoren über den Weg und durch den Slalom, eine völlig neue Erfahrung für die meisten. Eine besondere Überraschung war für die älteren Teilnehmer jedoch der Barfußpfad. „Viele von ihnen sind möglicherweise seit Jahrzehnten nicht mehr barfuß gelaufen“, erklärte Bierbaum. Während es für Kinder wie das normalste auf der Welt erscheint den Boden unter sich ohne Schuhe zu erleben, waren die Tagespflegegäste zunächst skeptisch, erkannten aber schnell, dass das richtig Spaß macht. Das sowohl die Senioren, als auch die Kita-Kinder von dem Austausch profitieren, steht für Tina Pohl, Kita Angerstein, und Christine Siebert, stellvertretende Pflege­dienstleiterin, außer Frage. „Kinder gehen völlig vor­urteilsfrei mit älteren Menschen um“, stellt Bierbaum fest. Demenz spiele für sie keine Rolle. „Man kann ihnen alles erklären.“ Erwachsene seien da häufig reservierter und zurückhaltender, wenn es um Gebrechen und Krankheiten geht. Dieser Austausch tue beiden Gruppen gut. Den Älteren hilft er zu Bewegung und Abwechslung, die Jüngeren lernen den Umgang mit Senioren kennen, der nicht mehr alltäglich ist. (sth)

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