Kirchenmusiker Günter Stöfer sorgt für den musikalischen Rahmen zu Weihnachten

„Mein Leben ist Musik“

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Günter Stöfer an der Orgel der Moringer Liebfrauenkirche: „Weihnachten ist für mich positiver Stress.“

MORINGEN (rgy) – Die Advents- und Weihnachtszeit ist für Kirchenmusiker Günter Stöfer in der Kirchengemeinde Leine-Weper Stress pur. In drei Kirchen und fünf Kapellen sorgt er für den musikalischen Rahmen während der Gottesdienste und Andachten. Zeit für Besinnung ist da für ihn weniger, besonders an Heiligabend ist er im Dauereinsatz; vom ersten Gottesdienst um 13.45 Uhr bis zum letzten um 22.30 Uhr geht es fast im Stundentakt. „Da bleibt höchstens mal Zeit für ein Brötchen“, berichtet er im Gespräch mit HALLO.

„Aber ich freue mich trotz des Stresses auf die Weihnachtsgottesdienste. Es ist einfach positiver Stress und schön, wenn man in einer vollen Kirche in die glücklichen Gesichter guckt“, betont Stöfer. Er selbst kenne eine besinnliche Weihnachtsfeier zuhause schon seit 20 Jahren nicht mehr, da sei es schon wichtig, dass seine Frau ihm in der Zeit den Rücken freihalte. Am ersten Weihnachtstag komme er dann zur Ruhe, da der Posaunenchor den Gottesdienst bestreite. Am 26. Dezember sitzt Stöfer bereits wieder bei zwei Gottesdiensten an der Orgel. „Herbei nun ihr Gläubigen“ zählt zu Stöfers Lieblingsliedern zu Weihnachten: „Das ist schon mächtig.“ Da der Kirchenmusiker nicht nur als Organist arbeitet, sondern auch noch den Kinder- sowie den Jugendchor in Moringen, den gemischten Chor in Großenrode und den „Whitegospel“-Chor leitet, die ebenfalls in die Gottesdienste in der Weihnachtszeit eingebunden werden, ist vor allem die Adventszeit für Stöfer mit viel Logistik verbunden. „Die Planung beginnt bereits im Sommer“, berichtet er. Vor den Herbstferien beginne die Vorbereitung mit den Chören. Erste Weihnachtslieder würden dann bereits nach den Herbstferien einstudiert. „Es gibt zudem viel zu planen und zu besprechen, mit den Eltern der Chorkinder, aber auch mit den Pastoren und Lektoren, damit zu den Auftritten alles klappt“, erklärt Stöfer. Alle vier Chöre sind bei unterschiedlichen Gottesdiensten an Heiligabend im Einsatz. Zudem spielt Stöfer Orgel, hat aber hierbei auch Unterstützung von einem weiteren Organisten, denn allein sei das Pensum am 24. Dezember nicht zu bewerkstelligen. „Wenn Weihnachten vorbei ist, ist man geschafft, aber auch zufrieden“, weiß der Kirchenmusiker aus Erfahrung und plant bereits die nächsten Veranstaltungen für das bevorstehende Jahr: ein Chorprojekt zu Carl Jenkins (HALLO berichtete) sowie im Rahmen des „Fredelsloher Dialogs 2016“ einen sängerischen Dialog aller vier Chöre am 10. September. Etwa100 Sänger von sechs bis 86 Jahren werden dann gemeinsam bei der Abschlussveranstaltung auf der Bühne singen. „Mein Leben ist Musik“, erklärt Stöfer und freut sich auf die zahlreichen musikalischen Aufgaben, nicht nur zu Weihnachten. Mit über 120 Gottesdiensten pro Jahr, Chorproben, Auftritten in Kindergärten, Seniorenheimen und anderen Einrichtungen ist er musikalisch immer viel unterwegs.

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