Jugendpreis im Landkreis Northeim 2019 feierlich übergeben

„Sie tun Gutes, wir reden darüber“

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So sehen Sieger aus: die Gewinner mit den Organisatoren des Jugendpreises.

„Sie tun Gutes, wir reden darüber“, so lautete laut Landrätin Astrid Klinkert-Kittel das Motto des Abends auf der Burg Katlenburg bei der Verleihung des Jugendpreises 2019.

Ausgezeichnet wurden Engagierte sowie Projekte in der Jugendarbeit. Mit dem Preis, der im Vorjahr nicht ausgelobt wurde, solle nun wieder an die Tradition angeknüpft werden, auf das Wirken, das sonst nicht so in der Öffentlichkeit steht, aufmerksam zu machen. Katlenburgs Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens freute sich über die Veranstaltung und betonte, dass das Engagement in der Jugend­arbeit eine „ganz wichtige Sache sei“. Er hob hervor, dass schon die Nominierung ein Erfolg sei und hoffe, dass der Jugendpreis motiviere, das Engagement weiterzutragen. Klinkert-Kittel dankte dem Kreisjugendring für die Organisation des Jugendpreises. Sie erklärte: „Wer sich heute für die Jugend engagiert, nimmt Einfluss auf das Leben von morgen“ und forderte auf „bleiben Sie bitte weiterhin am Ball“. Jan Mönnich und Wolfgang Kiausch vom Kreisjugendring moderierten durch den Abend. Für die musikalische Unterhaltung sorgten „The Disharmonists“ aus Berka. Die Tänzerinnen des Katlenburger Tanzstudios Kerstin Baufeldt unterhielten die rund 80 Gäste mit einer Vorführung. Mit Spannung wurde die Verkündung der Gewinner erwartet. Diese wurden vorab von einer 15-köpfigen Jury sowie dem Ergebnis aus dem Online-Voting, an dem sich über 4.000 Leute beteiligt hatten, ermittelt. In der Kategorie B, in der Personen für ihr Engagement in der Jugendarbeit ausgezeichnet wurden, standen sechs zur Wahl. Alle Nominierten wurden mit ihrer Arbeit vorgestellt und erhielten viel Applaus und eine Anerkennung. Gleich zwei Drittplatzierte wurden anschließend von Klinkert-Kittel geehrt. Ann-Kristin Placzek hat sich bei der evangelischen Jugend Bad Gandersheim als Fels in der Brandung erwiesen, als der Hauptamtliche bei einem Autounfall plötzlich verstarb. Nicht hinnehmend wollend, dass Trauer und Schmerz auf Kosten der Kinder und Jugendlichen in Bad Gandersheim gehen, machte Placzek es sich zur Aufgabe, die Arbeit des Verstorbenen fortzuführen. Paul Lehmann, Lehrer der Oberschule Northeim, wurde für sein großes Engagement unter anderem für den Northeimer Stadtlauf ausgezeichnet, wo er viele Kinder und Jugendliche zur Teilnahme motiviert hat. Den zweiten Platz belegte die Landjugend Heberbörde, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum ein Programm zu bieten. Siegerin in dieser Kategorie wurde Heidrun Flügge, die auf eine über 20-jährige Vorstandsarbeit im Ortsjugendring Lindau zurückblicken kann. In der Kategorie A gab es 15 nominierte Projekte, die alle für Jugendliche im Landkreis angeboten werden. Für die Gäste des Abends war in der Vorstellung spannend zu erleben, wie vielfältig das Angebot ist. Auch in dieser Kategorie gab es zwei dritte Plätze: die Projektidee für ein Jugendparlament in Einbeck des Wahlpflichtkursus „Zusammen Leben“ des siebten Jahrgangs der IGS sowie der Jugendbeirat Northeim teilten sich diesen Platz. „Songs für coole Kids“ von Patryk Pochopien schaffte es auf den zweiten Platz. Seit der Gründung vor mehr als drei Jahren sind bereits vier Alben mit mehr als 50 Liedern entstanden. Um Musik geht es auch bei den Gewinnern in der Kategorie A. Das gemeinsame Projekt des Vereins „Musik für Einbeck“ und der M1 Musikschule bietet seit 2013 Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien und aus Flüchtlingsfamilien die Möglichkeit, kostenfrei ein Instrument zu erlernen. Die Gewinner erhielten eine Urkunde sowie Geldpreise. Auch 2020 wird wieder ein Jugendpreis im Landkreis ausgelobt. Vorschläge können bis 30. September unter www.kjr-northeim.de eingereicht werden. (rgy)

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