Initiative für eine IGS Northeim möchte mit Vorurteilen aufräumen / Infoabend am Dienstag

„IGS klaut keine Schüler“

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Präsentieren den neuen Flyer „Fragen und Antworten zur geplanten IGS Northeim“ (von links): Oliver Brunotte, Henrike Keese und Dr. Olaf Kuhr laden zur zweiten Info- und Diskussionsveranstaltung für den 21. Juli ein.

NORTHEIM (wat) – „Viele Eltern wissen nicht, was hinter dem Konzept einer IGS steckt und was es für Northeim bedeutet, wenn hier diese Schulform angeboten wird, deshalb möchten wir sie darüber informieren“, erklärt Dr. Olaf Kuhr, Sprecher der Initiative für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) Northeim, den Hintergrund des Infoabends am 21. Juli um 19.30 Uhr in der Astrid-Lindgren-Schule in Northeim. Noch immer gebe es große Vorbehalte gegen die Schulform, die aus Sicht der Initiative vor allem aus Unwissenheit resultieren.

„Die Gerhart-Hauptmann-Schule, die Thomas-Mann-Schule und die Gutenberg- Realschule werden langfristig in ihrer jetzigen Form nicht zu halten sein“, ist sich Kuhr sicher. Grund seien die rückläufigen Schülerzahlen. Vor diesem Hintergrund haben sich die drei Schulen entschlossen, eine IGS zu gründen. Wenn bei der Elternbefragung, die der Landkreis Northeim nach den Sommerferien durchführen möchte, mindestens je 120 Eltern von Schülern aus den Jahrgangsstufen eins bis vier ihr Interesse an einer IGS in Northeim bekunden und der Kreistag zustimmt, kann die neue Schulform zum Schuljahr 2016/17 an den Start gehen. Befragt werden Eltern der Grundschüler aus Northeim sowie den Gemeinden Katlenburg-Lindau und Kalefeld. Sollte zu wenig Interesse an einer IGS bestehen, „droht“ den Schulen die Umwandlung zur Oberschule. „Für Northeim wäre eine attraktive IGS auf jeden Fall besser“, betont Oliver Brunotte von der Initiative, „da diese Schulform für alle Schüler und jedes Niveau etwas bietet.“ Viele umliegenden Schulen hätten Angst, dass eine IGS ihre eigenen Schülerzahlen sinken lasse. „Wer möchte, dass sein Kind auf das Gymnasium, eine Oberschule oder eine KGS geht, wird es auch weiterhin dort anmelden“, ist Kuhr überzeugt. Die IGS sei lediglich als eine Alternative zu verstehen. Mit Gymnasium, Oberschule, KGS und IGS hätten die Eltern in Northeim, Katlenburg und Kalefeld eine größere Auswahl als derzeit. Mit der Veranstaltung am Dienstag möchten die Mitglieder der Initiative gezielt über die bereits genaueren Planungen bezüglich der IGS und die Konsequenzen für die Schullandschaft im Landkreis Northeim informieren. Zudem ist ein Flyer erschienen, in dem beispielsweise darüber berichtet wird, wo die IGS-Schüler beschult werden, wie groß die Schule werden wird und welche Möglichkeiten es für Schüler mit der Chance auf Abitur gibt. Der Flyer kann unter www.igs-northeim.de oder www.facebook.com/igsNortheim heruntergeladen werden. Er liegt außerdem während des Infoabends, an dem der Kasseler Gesamtschulexperte Rainer Schärer kurz die Arbeitsweise einer IGS vorstellt, am Dienstag in der Astrid-Lindgren-Schule aus.

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