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Im Beratungsgespräch: Marcos Prieto Meis erklärt der Einbeckerin Annelie Sturm ihre Rentensituation. © Foto: Gerhardy

LANDKREIS NORTHEIM (rgy) – Wie sieht es mit meiner Rente aus? Was für Leistungsansprüche habe ich als Schwerbehinderter? Wann kommt die Pflegeversicherung auf? Das sind nur einige Beispiele für die Fragen, mit denen die Menschen zur Beratung zum Sozialverband kommen. Mitglieder des Vereins erhalten in Northeim in der Geschäftsstelle an der Poststraße 4 kostenfreie und fachlich versierte Auskunft. Der Sozialverband mit über 7.000 Mitgliedern im Landkreis vertritt die Interessen der Rentner, Patienten und gesetzlichen Krankenversicherten sowie der pflegebedürftigen und behinderten Menschen.

Die beiden Juristen Eike-Henriette Millotat und Marcos Prieto Meis führen im Jahresschnitt etwa 1.600 Gespräche, davon 700 Neuverfahren. „Der Beratungsbedarf ist gerade in Rentenfragen groß“, erklärt der Leiter der SoVD-Beratungsstelle in Northeim Prieto Meis im Gespräch mit HALLO. Uwe und Annelie Sturm aus Einbeck haben sich zu einem Gespräch bei Prieto Meis angemeldet, um sich über eine mögliche vorzeitige Rente beraten zu lassen. „Bei mir hat das damals alles gut geklappt“, berichtet Uwe Sturm zufrieden, nun wolle man wissen, welche Möglichkeiten es bei seiner Frau gibt. Dem erfahrenen Berater des SoVD reicht ein kurzer Blick in die Unterlagen, um eine Beurteilung abzugeben, dass aufgrund der bisherigen Beitragszahlungen eine vorzeitige Berentung in diesem Fall nicht möglich sei.

Auch die nächste Ratsuchende Heike B. aus Northeim steht mit den umfangreichen Formularen der Rentenversicherung etwas hilflos vor Prieto Meis. Sie hat mehrere Jahre in verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet. Der Berater zeigt ihr, worauf es beim Ausfüllen der Formulare ankommt und auf welche Weise sie ihre Rentenkonten geklärt bekommt. Erleichtert, dass der Aufwand nicht so groß ist, wie sie befürchtet hatte, verlässt sie die Beratung.

„Es ist schön, wenn man den Menschen helfen kann“, betont Prieto Meis, allerdings seien manche Fälle auch beklemmend, wenn es zum Beispiel um Kinder oder um extreme Schicksalsschläge geht. Der SoVD würde immer mehr als Dienstleister wahrgenommen. Da Beratungen nur für Mitglieder angeboten werden, hätte dies zur Folge, dass die Bindungsfristen an den Verein immer kürzer würden. Dennoch sei man erfreut, dass die Mitgliederzahlen konstant steigen. In vielen Orten gebe es eine Ortsgruppe, in denen sich Ehrenamtliche engagieren. „Dort werden Gemeinschaft großgeschrieben und viele Aktionen angeboten“, freut sich der Leiter der Beratungsstelle über das hohe Engagement.

Weitere Infos zum SoVD gibt es unter 05551/913063.

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