KSB-Pressereferent Gerhard Haupt verweist auf Stärkung des Ehrenamtes

„Gute Nachrichten für Sportvereine“

Das Ehrenamt im Sportverein soll gestärkt werden.
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Gute Nachricht: Das Ehrenamt in den Sportvereinen soll gestärkt werden.

Landkreis Northeim – „Mitten in eine depressive, coronabedingte Phase für Sportvereine gibt es einen erfreulichen Lichtblick hinsichtlich einer zukünftigen Stärkung des Ehrenamtes“, hat Gerhard Haupt, Presserefent des KreisSportBundes Northeim-Einbeck, jetzt mitgeteilt. So haben Bundestag (16.12.20) und Bundesrat (21.12.20) dem neuen Jahressteuergesetz zugestimmt, in dem die Vorlagen zur Stärkung des Ehrenamtes integriert waren. Diese Änderungen zugunsten der Sportvereine standen jahrelang in der Diskussion und in der Vorlage und sind nun mit Wirkung vom 28. Dezember 2020 nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten.

So wird der steuerliche Übungsleiter-Freibetrag von bislang 2.400 Euro auf 3.000 Euro im Jahr erhöht. Von der Erhöhung profitieren nebenberufliche Übungsleiter in Sportvereinen, diese Einnahmen sind für Geber (Vereine) und Nehmer (Übungsleiter) steuerfrei und auch nicht sozialversicherungspflichtig. Gleichzeitig wurde einer Erhöhung der Ehrenamtspauschale zugestimmt. Diese Pauschale begünstigt beispielweise Tätigkeiten als Mitglied im Vereinsvorstand, als Platzwart, Gerätewart und Reinigungsdienst oder auch den Fahrdienst von Eltern zu Auswärtsspielen von Kindern sowie als ehrenamtlich tätiger Schiedsrichter im Amateurbereich. Der Betrag ist jetzt von bisher 720 Euro auf 840 Euro jährlich angehoben worden, der weder beim Verein noch beim Empfänger zu steuerlichen und sozialversicherungspflichtigen Konsequenzen führt. Eine Entscheidung, die weiter zur Sicherung und Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeit beitragen wird und in erster Linie als Verlust von sonstiger Freizeit anzusehen ist.

„Viel mehr Freiraum für Sponsoring, Tombolas, Kuchenbasare sowie Verkäufe bei Events (Bratwurst, Getränke, Süßigkeiten und ähnliches) gibt es für unsere Vereine auch mit der Anhebung der Freigrenze für Einnahmen aus einer wirtschaftlichen Betätigung auf jetzt 45.000 Euro jährlich (vorher 35.000 Euro). Ab sofort bleiben also Gewinne und Überschüsse körperschafts- und gewerbesteuerfrei, wenn man unter der neuen Grenze bleibt“, erklärt Haupt. Auch der bereits vereinfachte Zuwendungsnachweis (bisher 200-Euro-Grenze ) wird auf 300 Euro erhöht. Bis zu diesem Betrag reicht in der Regel ein Zahlungsbeleg oder ein Kontoauszug als Nachweis für den Spender aus, um als Sonderausgabe steuerlich geltend gemacht zu werden. Für höhere Spenden muss der Verein auf Wunsch weiter die übliche Zuwendungsbestätigung ausstellen.

Haupt weiter: „Organisationen wie unsere Sportvereine, die gemeinnützige Zwecke verfolgen, genießen – wie allgemein bekannt sein dürfte – steuerliche Vorteile. Im Rahmen der Katalogisierung und im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklungen werden ab sofort auch die Zwecke „Klimaschutz“, „Freifunk“ und „Ortsverschönerung“ als gemeinnützig mit den bestehenden steuerlichen Vorteilen eingestuft. Der KreisSportBund Northeim-Einbeck dankt seinem Landesverband und all´ den von Seiten des KreisSportBundes angesprochenen Bundestags- und Landtagsabgeordneten für ihre Unterstützung in einer lange andauernden Entscheidungsphase. Auch unsere Politiker verdienen mal ein Lob, hier ist es angebracht!“

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