Sichere finanzielle Basis geschaffen / Arbeit der KZ-Gedenkstätte Moringen gewürdigt

Gelder für Gedenkstätte

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Unterzeichnen die Vereinbarung über eine institutionelle Förderung der KZ-Gedenkstätte Moringen (von links): Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer, Dr. Dietmar Sedlaczek, Dr. Jens Christian Wagner sowie Joachim Suffrian.

MORINGEN (rgy) – Die Arbeit der KZ-Gedenkstätte Moringen soll hiermit anerkannt und gewürdigt sowie auf ein festes finanzielles Fundament gestellt werden, waren sich die Ver-tragsunterzeichner am Dienstag einig. Mit der Unterschrift von Dr. Hartmut Heuer, Erster Kreisrat, Dr. Jens Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsischer Gedenk-stätten, und Joachim Suffrian, Vorsitzender des Vereins Lagergemeinschaft und KZ-Gedenkstätte Moringen, wurde die institutionelle Förderung der Gedenkstätte für die nächs-ten fünf Jahre festgeschrieben.

„Es gibt ein breites Feld an Gedenkstätten in Niedersachsen, doch Moringen steht für die frühen Jahre der Konzentrationslager und für das Jugend-KZ, hat somit einen herausgehobe-nen Charakter“, erklärt Wagner. 58.000 Euro fließen nun jährlich von der Stiftung nieder-sächsischer Gedenkstätten. Der Landkreis Northeim fördert die Einrichtung mir 48.000 Euro jährlich. „Der Kreistagsbeschluss dazu war einstimmig“, betont Heuer, das zeige die große Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit in Moringen und signalisierte, dass er sich auch nach Ablauf der vertraglich festgelegten fünf Jahre eine weitere Förderung vorstellen könne.

Suffrian freute sich, dass man nun langfristiger planen könne. Mit der Vertragsunterzeich-nung würde die personelle und sächliche Ausstattung verbessert. Die Gedenkstätte sei nun für die geplante Erweiterung und Neukonzeptionierung gut aufgestellt.

Rund 130 Führungen, darunter viele Schulklassen, machen einen Großteil der Arbeit der KZ-Gedenkstätte aus. Die Resonanz geht weit über den Landkreis hinaus. Die Gruppen kommen auch aus Hessen und Thüringen. Auch in einigen Schulbüchern sei die Gedenkstätte vertre-ten, führt Leiter Dr. Dietmar Sedlaczek an. Für die nächste Zeit sei unter anderem angedacht, den Dokumentations- und Gedenkraum auszugestalten sowie ein Informationssystem für den Friedhof, um das Gräberfeld zu erklären, zu erarbeiten. Eine Dauerausstellung neu zu konzeptionieren, ist dann ab 2018 vorgesehen. Die schrecklichen Verbrechen, die damals nicht nur in Auschwitz, sondern auch im Landkreis Northeim passierten, dürfen nicht in Vergessenheit geraten, sind sich alle bei der Vertragsunterzeichnung in Moringen einig.

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