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Erstes dezentrales Angebot in Dassel

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Astrid Klinkert-Kittel und Gerhard Melching.
In der Sporthalle der Grundschule Dassel soll es für über 80-Jährige ein dezentrales Impfangebot geben. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Bürgermeister Gerhard Melching begrüßen das wohnortnahe Angebot. © Landkreis Northeim

Northeim/Dassel – Menschen über 80 gehören zur ersten Priorisierungsgruppe der Schutzimpfung gegen eine Infektion mit dem Coronavirus. Oftmals sind sie aber nicht mobil genug, um das Impfzentrum in Northeim zu erreichen. Deshalb startet jetzt eine erste dezentrale Impfaktion in der Stadt Dassel. Möglich ist das erste dezentrale Angebot, weil die mobilen Impfteams die Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen mittlerweile abgeschlossen haben. „Wir haben damit jetzt Kapazitäten bei den mobilen Impfteams frei, die wir für ein dezentrales Angebot einsetzen können“, freut sich Frank Beckmann, Leiter des Impfzentrums.

Geimpft werden nur die über 80-Jährigen, die vorher von der Stadt Dassel angerufen worden sind und einen Termin vereinbart haben. Zur Vorbereitung starten bereits an diesem Wochenende (27. und 28. März) die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dassel, um in ihren Orten alle Menschen ab 80 Jahren zuhause aufzusuchen. Wer ab dem 6. April in der Grundschule Dassel geimpft werden möchte, kann der Feuerwehr seine Telefonnummer hinterlassen. Die Stadt Dassel wird die Interessierten dann telefonisch für eine Terminvereinbarung kontaktieren. Achtung: Ohne vorherige Terminvergabe durch die Stadt kann niemand geimpft werden. Ab dem 6. April wird es mit dem Impfen in der Sporthalle der Grundschule in der Lessingstraße für alle über 80-Jährigen losgehen, die von der Stadt Dassel einen Termin erhalten haben.

Wer bereits einen fest zugesagten Termin im Impfzentrum in Northeim hat, kann leider nicht in der Sporthalle geimpft werden. Für alle anderen – auch für die, die sich bereits auf die Wartliste haben setzen lassen – wird dies aber nach vorheriger Terminvergabe durch die Stadt Dassel möglich sein. Gleichzeitig werden alle, die einen Platz auf der Warteliste des Landes haben, gebeten, ihre Anmeldung dort zu stornieren, sobald der Termin in Dassel vereinbart wurde. Dies ist online über das Impfportal des Landes möglich. Alternativ dazu können die betroffenen Personen auch ihre vom Land zugesandte Bestätigung für einen Wartelistenplatz zum Impftermin mitbringen: Der Platz auf der Warteliste wird dann vom Impfzentrum storniert.

„Mit dem Impfangebot vor Ort entfällt die Hürde der Entfernung zum Impfzentrum“, zeigt sich Landrätin Astrid Klinkert-Kittel froh über die Möglichkeit in Dassel. Beruhigend sei auch, dass mit dem Abschluss der Zweitimpfungen nun die Risikogruppen in den Alten- und Pflegeheimen wirksam vor einer Infektion bzw. einem schweren Verlauf mit COVID-19 geschützt sind. Nach der dezentralen Impfung in Dassel, für die je nach Bedarf bis zu drei Tage angesetzt sind, soll es voraussichtlich eine zweite dezentrale Impfaktion geben. Details dazu sind aber noch nicht bekannt. Ob es danach weitere dezentrale Impfungen im Kreisgebiet geben kann, hängt auch davon ab, wie die Impfungen in den Hausarztpraxen anlaufen und welche Impfstoffmengen dem Landkreis Northeim künftig zur Verfügung gestellt werden.

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