Einsatzkräfte hatten am Wochenende viel zu tun

Unwetter, vermuteter Gyrocopter-Absturz, Brand, Unfälle und mehr

Fahrzeug von Erdrutsch verschüttet
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In Gierswalde begruben die Schlammmassen ein Auto unter sich.

Landkreis Northeim – Nicht nur das Wetter sorgte im Landkreis Northeim für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr, auch zu einem Brand in einem Seniorenheim in Moringen mussten die Kameraden ausrücken. Zudem kam es zu einer großen Suchaktion, nachdem vermutet wurde, dass ein Gyrocopter zwischen Kalefeld und Bad Gandersheim abgestürzt sein könnte. Und auch die Polizei hatte einiges zu tun.

Eine Unwetterfront forderte am Freitag und Samstag den Einsatz von mehr als 100 Feuerwehrkräften im Landkreis Northeim. Betroffen waren die Stadtgebiete Uslar und Dassel.  Anwohner meldeten der Einsatzleitstelle am Freitagabend gegen 21.10 Uhr einen Erdrutsch im Bereich der Ortsdurchfahrt Gierswald bei Uslar. Beim Eintreffen der ersten Kräfte konnte dieser im Bereich des Heidewegs bestätigt werden. Eine Böschung oberhalb einer Stützmauer war abgerutscht. Die Schlammmassen hatten ein angrenzend geparktes Auto sowie die Straße unter sich begraben. 
Die Einsatzkräfte sicherten die Gefahrenstelle ab und befreiten mithilfe zweier aus der Bevölkerung bereitgestellten Treckern sowie des Tanklöschfahrzeuges der Ortsfeuerwehr Volpriehausen die Straße von den Schlammmassen. Des Weiteren wurde eine überlaufende Baugrube von den Kräften abgepumpt. Die Kameraden konnten ihren Einsatz nach rund einer Stunde beenden.

Im Raum Dassel kam es am Samstagmittag ab 11.44 Uhr zu diversen Unwettereinsätzen. Straßen wurden überflutet, teils mit Schlamm bedeckt und ein Keller sowie eine Scheune liefen voll Wasser.

An einigen Stellen im Landkreis kamen heftige Regenfälle herunter.

Gyrocopter-Absturz vermutet

Zu einer großen Suchaktion kam es am Freitag zwischen Bad Gandersheim und Kalefeld wegen eines mutmaßlich abgestürzten Gyrocopters.

Freitagnachmittag meldeten Zeugen ein unsicheres Flugmanöver eines Gyrocopters in der Nähe des Flugplatzes in Bad Gandersheim. Der weiße Tragschrauber geriet anschließend oberhalb eines Waldstückes in Richtung Ellierode außer Sichtweite, so dass ein eventueller Absturz nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte. Aufgrund dessen wurden umfangreiche Suchmaßnahmen seitens Polizei und Feuerwehr eingeleitet. Unter anderem wurden Rettungshunde, zwei Hubschrauber und Drohnen eingesetzt, um eine mögliche Absturzstelle im Wald lokalisieren zu können. Jegliche Aufklärungsmaßnahmen verliefen bislang ergebnislos. Im Einsatz waren rund 150 Kräfte bestehend aus Polizei, Feuerwehr und Rettungshundestaffel. Die Polizei Northeim erbittet weiterhin Zeugenhinweise aus der Bevölkerung oder von dem Piloten, der gestern mit seinem Tragschrauber in dem Bereich unterwegs war. Hinweise bitte unter 05551/70050 an die Northeimer Polizeidienststelle.

Unfall auf der A7 bei Starkregen

Nach dem schweren Unfall sind alle Familienmitglieder ins Krankenhaus gekommen.

Bei plötzlich einsetzendem Starkregen hat sich am Freitagabend gegen 19.15 Uhr auf der A7 bei Nörten-Hardenberg aus noch ungeklärter Ursache ein BMW überschlagen. In dem Wagen saß eine Familie aus Baden-Württemberg. Die Beifahrerin und zwei Kleinkinder konnten von Ersthelfern aus dem völlig zerstörten Fahrzeug geholt werden. Der 38 Jahre alte Fahrer wurde eingeklemmt und vermutlich schwer verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Nörten-Hardenberg befreite ihn mit schwerem Gerät aus dem Wrack. Alle Insassen wurden anschließend ins Krankenhaus transportiert. Zum Grad der Verletzungen liegen im Moment keine weiteren Informationen vor. Nach ersten Ermittlungen fuhr der Familienvater auf dem Überholfahrstreifen, als plötzlich ein Gewitterschauer niederging. In der Folge verlor der 38-Jährige aus noch ungeklärten Gründen offenbar die Kontrolle über den Wagen und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug fuhr in die angrenzende Böschung, überschlug sich und schleuderte zurück auf die Fahrbahn. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten war die A7 in Fahrtrichtung Hannover ab Nörten-Hardenberg bis gegen 21.20 Uhr voll gesperrt.

Der BMW wurde bei dem Unfall völlig zerstört.

Polizeieinsätze

Ein unbekannter Fahrzeugführer beschädigte zwischen dem 2. Juni, 12 Uhr, und dem 3. Juni, 8 Uhr, in Dögerode auf der K616 bei RKW (Höhe Zufahrt zu Tor 5) vermutlich beim Rangieren ein Verkehrsschild, ein Absperrpfosten und drei Rundpalisadensteine. Anschließend entfernte er sich unerlaubt vom Unfallort. Der entstandene Sachschaden wird auf 1.150 Euro geschätzt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten sich bei der Polizei Bad Gandersheim (05382/919200) zu melden.

Ein auswärtiger 54-jähriger Lkw-Fahrer verließ sich am Freitag gegen 19.35 Uhr zu sehr auf sein Navigationsgerät und geriet so in ein Wohngebiet in Northeim (Birkenweg/Weinbergsweg). Da dort seine Weiterfahrt wegen der derzeitigen Baustelle am Harztor nicht möglich war, musste er sein Fahrzeuggespann wenden. Bei diesem Wendemanöver beschädigte er eine angrenzende Grundstücksmauer, den Fahrbahnbelag und einen zu seiner Ladung gehörenden Pkw. Insgesamt entstand ein Schaden von rund 3.900 Euro.

Die Polizei führte am Samstag zwischen 16.15 und 17 Uhr Kontrollmaßnahmen an der Harztorbaustelle durch. In dem Zeitraum wurde gezielt das Durchfahrverbot im Bereich der Baustelle überwacht. Es wurden elf Verstöße festgestellt und gebührenpflichtig geahndet.

Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Radfahrer (Pedelec) kam es am Samstag gegen 6 Uhr in Northeim, als eine 47-jährige Northeimerin mit ihrem Pkw aus dem Nordring in die Berliner Allee einbog. Hierbei übersah sie den ordnungsgemäß auf dem Radweg in Richtung Rhumebrücke fahrenden 31-jährigen Northeimer, der bei dem Zusammenstoß leicht verletzt wurde und mit einem Rettungswagen in die Northeimer Klinik gebracht werden musste.

Ein Katalysator von einem BMW M3 wurde zwischen dem 5. Mai und 5. Juni von einem Hof auf einem Gelände der Hillerser Straße 6 in Northeim entwendet. Es entstand Sachschaden von circa 3.000 Euro. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Northeim (05551/70050) zu melden.

Auf dem Parkplatz am Nordhäuser Weg in Northeim wurde am Samstag zwischen 10 und 10.30 Uhr ein dort abgestellter weißer Audi Q8 beim Ein- oder Ausparken von einem anderen Fahrzeug leicht beschädigt. Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt jedoch fort. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Northeim (05551/70050) zu melden.

Am Freitag kam es um 10.15 Uhr zu einem Verkehrsunfall ohne Verletzte an der Albert-Schweitzer-Straße/Ecke Eichhagen in Uslar. Ein 84 Jähriger befuhr mit seinem Auto die Albert-Schweitzer-Straße und missachtet die Vorfahrt der von rechts kommenden 81-jährigen Pkw-Fahrerin. Es entsteht Sachschaden an beiden Autos.

Ebenfalls am Freitag geriet ein 62-Jähriger gegen 15.20 Uhr auf der B241, Ortsausgang Bollensen, mit seinem Auto alleinbeteiligt auf den Grünstreifen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der Ortshinweistafel der Ortschaft Bollensen. Es entstand Sachschaden, der Fahrer wurde nicht verletzt.

Am Bahndamm der Unterführung Haideweg in Gierswalde wurden am Wochenende drei gefüllte Plastikmüllsäcke aufgefunden, die dort illegal entsorgt wurden. Der Verursacher ist bisher unbekannt. Hinweise nimmt die Polizei Uslar (05571/926000) entgegen.

Zu Streitigkeiten zwischen zwei Frauen kam es am Freitag gegen 18.30 Uhr im Schlosspark Uslar. Im Verlauf der Auseinandersetzung beleidigte eine 21-Jährige das 28-jährige Opfer. Zudem trat sie dem Opfer gegen den Oberschenkel.

Mit 2,01 Promille wurde ein 28-jähriger Radfahrer aus Kalefeld am Sonntag gegen 0.15 Uhr auf der Langen Straße in Nörten-Hardenberg erwischt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt.

Duschstuhl brannte im Seniorenheim

Zu einem Brand kam es am Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr in einem Moringer Seniorenheim an der Neuemarktstraße. Vermutlich wegen einer nicht erloschenen Zigarettenkippe geriet im Zimmer einer Bewohnerin ein Duschstuhl in Brand. Davon wurde der Brandmelder ausgelöst. Eine Pflegekraft konnte den Duschstuhl aus dem Zimmer auf einen Balkon verbringen und verhinderte so mutmaßlich eine weitere Brandausdehnung. Die Feuerwehr Moringen konnte den Stuhl auf dem Balkon löschen. Die 84-jährige Bewohnerin des Zimmers wurde mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht.

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