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„Ein Armutszeugnis!“

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Unterführung am Bahnhof Bodenfelde.
Keine Aufzüge oder Rampen, zu enge Durchgänge – das erleben Ein-, Aus- und Umsteiger am Bahnhof Bodenfelde jeden Tag. © PRO BAHN

Bodenfelde / Region – Der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen protestiert mit Nachdruck gegen die Verschiebung des Bahnhofsumbaus am Bahnknoten Bodenfelde. Der Regionalvorsitzende Gerd Aschoff erklärt: „Der vom Land Niedersachsens massiv bezuschusste Umbau zu einer barrierefreien Bahnstation sollte in diesen Tagen beginnen.“ Noch im Frühjahr 2021 habe es eine feste Zusage der Bahn gegeben, die zum Jahreswechsel wertlos geworden sei, beklagt PRO BAHN. Dabei handele es sich um ein millionenschweres Bahnprojekt, das im seit 2014 laufenden Landesprogramm „Niedersachsen ist am Zug“ fest eingeplant ist.

Die Bahn beruft sich auf veränderte Bauvorschriften, die im Jahr 2020 in Kraft getreten seien. Dass die Bahnsparte „Station und Service“ an einer solchen Veränderung scheitert, ist nach Ansicht des Fahrgastverbands PRO BAHN ein Armutszeugnis. Der Verband betont, dass es sich beim Bahnhof Bodenfelde auf der Achse Göttingen-Adelebsen-Paderborn um eine Umsteige-Station handelt, die mangels Aufzügen oder Rampen nicht barrierefrei nutzbar ist. Die Gemeinde Bodenfelde sorgt sich nun um ihre Planungen für das Bahnhofsumfeld und die künftige Nutzung des Empfangsgebäudes mit einem finanziellen Volumen von mindestens 1,5 Millionen Euro. Entsprechende Protestschreiben hat PRO BAHN inzwischen an den niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Althusmann, an die Landesnahverkehrsgesellschaft und an die Bahnsparte „Station und Service“ gerichtet.

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