Paracelsus-Kliniken sind weiterhin Partner der Theaterpädagogik

Domfestspiele gehören zu Bad Gandersheim

Domfestspiele-Geschäftsführer Thomas Groß, Paracelsus-Klinikmanager Thorsten Prieß und Theaterpädagoge Lukas Keller (von links).
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Domfestspiele-Geschäftsführer Thomas Groß, Paracelsus-Klinikmanager Thorsten Prieß und Theaterpädagoge Lukas Keller (von links).

Bad Gandersheim – Die Paracelsus-Kliniken unterstützen auch in diesem Jahr die Nachwuchs- und Bildungsarbeit der Gandersheimer Domfestspiele und stehen an der Seite des größten professionellen Freillichttheaters in Niedersachsen. „Wir müssen in diesen Zeiten vor Ort weiterhin zusammenhalten, damit das Theater auch in Zukunft zu Bad Gandersheim gehören kann“, sagt Klinikmanager Thorsten Prieß. Die Paracelsus-Kliniken bleiben Sponsor der Theaterpädagogik, die sie seit vielen Jahren nicht nur finanziell fördern. Sobald es die Umstände der Pandemie wieder zulassen, sollen auch wieder Workshops mit Patienten als eine gute Ergänzung zur psychosomatischen Therapie in der Reha-Klinik stattfinden. Die Klinikgruppe betreibt drei Häuser in Bad Gandersheim.

Domfestspiele-Geschäftsführer Thomas Groß und Intendant Achim Lenz bedanken sich für die nachhaltige Partnerschaft der Paracelsus-Kliniken, diese sei vorbildlich. „Sobald es uns möglich ist, die theaterpädagogischen Angebote wieder aufzunehmen, werden wir das tun“, sagte Geschäftsführer Thomas Groß. Für Einzelheiten sei es aber noch zu früh. Die Gandersheimer Domfestspiele engagieren sich bewusst für kulturelle Bildung in der Region und bieten ganzjährig und damit auch außerhalb der Spielsaison ein breit aufgestelltes theaterpädagogisches Angebot, das sich an alle theaterbegeisterten Menschen richtet, die etwas über Theater lernen und erfahren oder selbst theaterpraktisch aktiv werden möchten. Theaterpädagoge Lukas Keller möchte die Menschen dieser Region in Kontakt mit den künstlerischen Prozessen der Gandersheimer Domfestspiele bringen.

Das neue Theaterpädagogik-Projekt der Gandersheimer Domfestspiele heißt „Audiowalk“: Welche Orte machen glücklich und warum? Wo sind die Orte junger Menschen in Bad Gandersheim, an denen sie sich getroffen und gemeinsam eine gute Zeit verbracht haben, vielleicht den ersten Kuss hatten? Diese Fragen will ein „Audiowalk“ beantworten. Der „Audiowalk“ mit dem Titel „Happy Places“ wird keine typische touristische Führung im Sinne eines Audio-Guides. Es geht vielmehr darum, dass junge Menschen zwischen 13 und 18 Jahren aus Bad Gandersheim und Umgebung selbst aktiv werden, ihre Texte einsprechen und damit zu speziellen Orten führen, die sie selbst glücklich machen – und zwar gerade jetzt oder eben genau jetzt nicht mehr. „Es geht um persönliche Geschichten und Erlebnisse“, sagt Theaterpädagoge Lukas Keller. „Es sind vielleicht Orte wie das aktuell geschlossene Jugendzentrum Phoenix, der Bahnhof, die Ecke, wo man ungestört rauchen kann, die Bushaltestelle im Dorf.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können den „Audiowalk“ in den nächsten Wochen selbst gestalten, ihre eigenen Glücksorte zeigen und Texte einsprechen. Anmeldungen und Informationen bei Theaterpädagoge Lukas Keller unter E-Mail theaterpaedagogik@gandersheimer-domfestspiele.de oder unter Telefon 05382/9553327. Ein „Audiowalk“ funktioniert allein oder in einer Gruppe. Von einem Startpunkt, an dem Teilnehmer*innen ein Audiogerät mit der Tonspur erhalten oder sie sich aufs eigene Handy lade können, lotst die Audiospur von Ort zu Ort, erzählt Geschichten – reale oder fiktionale, mal sind sie lyrisch, mal musikalisch, mal geräuschvoll, mal mit Stille. An manchen Orten können auch kleine Aufgaben gestellt werden („Stell dich auf die Parkbank und schau hinüber zur Spitze der Stiftskirche. Dann schwenke den Blick nach links bis…“). Nach etwa 90 Minuten endet die Audiodatei und damit auch das Theatererlebnis der besonderen Art. „Denn während die Audiospur läuft, verwandelt sich die gesamte Wahrnehmung in ein Theatererlebnis, die Realität wird zur Inszenierung“, erklärt Theatepädagoge Lukas Keller. „Gleichzeitig spielt die eigene Vorstellung eine zentrale Rolle, denn ich bin an bestimmten Orten und mir wird eine spezifische Geschichte erzählt – vor meinen Augen geschieht jedoch in der Regel etwas ganz anderes.“

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