Bürger haben über die Hauptverwaltungsbeamten entschieden

Die neuen Bürgermeister im Landkreis Northeim

Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten 2021
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Haben die meisten Wähler von sich überzeugen können (oben, von links): Franziska Schwarz, Nico Harenkamp, Heike Müller-Otte, Susanne Glombitza und Sven Wolter sowie (untern, von links) Peik Gottschalk, Bianca König, Uwe Ahrens, Jens Meyer und Lars Gunnar Gärner. Schwarz und Gottschalk sowie Harenkamp und König treten am 26. September zur Stichwahl an.

Landkreis Northeim – In zahlreichen Gemeinden und Städten waren die Bürger am vergangenen Wochenende dazu aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Trotz zum Teil zahlreicher Bewerber kommt es lediglich zu zwei Stichwahlen, die parallel zur Bundestagswahl am 26. September stattfinden.

Hier die Ergebnisse der Wahl am Sonntag und die Stimmen der Kandidaten. Statements weiterer Kandidaten zum Ausgang der Wahl liegen aktuell nicht vor.

Moringen

Die neue und bisherige Bürgermeisterin heißt Heike Müller-Otte (parteilos). Sie setzte sich mit 52,16 Prozent ader Stimmen gegen Bernd Bundstein (GMV, 12,27 Prozent) und Stefan Wurst (SPD, 35,58 Prozent) durch. In Großenrode stimmten sogar 70,53 Prozent der Bürger für sie. „Ich danke den Wähler*innen für das Vertrauen und freue mich, weitere fünf Jahre die Entwicklung der Stadt zu begleiten. Moringen ist bunt und lebendig. Das gilt es zu fördern und dabei Infrastruktur und Finanzen im Blick zu halten. Ich wünsche mir viel Beteiligung an diesem Prozess. Ein großer Dank geht an alle Mitarbeiter*innen und an den Stadtrat für die vergangenen Jahre, mit denen wir einen Grundstein gelegt haben. Ich freue mich auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Nur mit einem guten Zusammenspiel werden wir Ziele erreichen“, betont die Bürgermeisterin. Mitbewerber Bernd Bundstein (GMV) gibt zu: „Das Ergebnis bei der Kommunalwahl ist für die unabhängige Wählergemeinschaft GMV im Hinblick auf die Bürgermeister- und auch besonders auf die Stadtratswahl mehr als enttäuschend. Augenscheinlich haben wir den Wählerinnen und Wählern kein attraktives Angebot für die kommende Wahlperiode machen können und das Wirken der GMV in den letzten fünf Jahren wurde von den Moringer Bürgerinnen und Bürgern bei dieser Wahl nicht goutiert. Eine Ursache hierfür kann die nicht ausreichende Öffentlichkeitsarbeit unserer Wählergemeinschaft oder die doch sehr verwaltungsorientierte Berichterstattung in den Tageszeitungen sein. Unser sachorientiertes Arbeiten, die Ideen und Vorschläge sowie die Vielzahl der gestellten und in wichtigen Angelegenheiten auch erfolgreichen Anträge der letzten Wahlperiode haben die breite Öffentlichkeit bedauerlicherweise wohl nicht erreicht.“

Katlenburg-Lindau

In Katlenburg-Lindau bleibt auch alles beim Alten. Bürgermeister Uwe Ahrens (parteilos) gewann die Wahl deutlich mit 63,3 Prozent gegen Tobias Grote (CDU). In Suterode machten sogar 83,4 Prozent der Bürger das Kreuz beim bisherigen Amtsinhaber. Lediglich in Lindau waren die Stimmen relativ ausgeglichen. „Mit einem solch deutlichen Ergebnis habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Durch den überaus intensiven Wahlkampf meines Mitbewerbers hätte ich eher auf einen engeren Ausgang getippt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine Wähler*innen und Unterstützer*innen sowie alle, die zur ordnungsgemäßen Abwicklung der Wahl beigetragen haben. Bei Tobias Grote bedanke ich mich für den fairen Wahlkampf, schließlich werden wir im Rat auch weiterhin zum Wohle der Bevölkerung zusammen arbeiten müssen“, sagt Ahrens. „Das Ergebnis hatte ich so nicht erwartet, ich dachte schon, dass es ein wenig knapper wird. Natürlich ist es immer schwer, gegen einen Amtsinhaber anzutreten, aber letztendlich war es ein Angebot und die Bürger/innen hatten die Wahl. Ein Wechsel war mehrheitlich nicht gewollt, das akzeptiere ich und werde mich nun weiterhin als Orts- und Gemeinderatsmitglied für Katlenburg-Lindau engagieren“, so Grote.

Hardegsen

Einen Erdrutschsieg konnte Lars Gunnar Gärner (SPD) in Hardegsen feiern. Er gewann die Bürgermeisterwahl deutlich mit 80,6 Prozent gegen Sven Oskar Thießen (FBL). Das „schlechteste“ Ergebnis fuhr Gärner mit 67,23 Prozent in Gladebeck ein. „Das ist natürlich ein fantastisches Ergebnis. Ein großes Dankeschön für das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird. Ich bin überwältigt. Und natürlich auch ein ganz großes Dankeschön an die Vielen, die mich in den letzten Wochen und Monaten so großartig unterstützt haben“, freut sich Gärner über seinen Sieg. „Ich danke allen Hardegser*innen, die mich unterstützt haben und mir ihre Stimme gegeben haben! Ich habe mit mehr gerechnet, kann aber trotzdem auf einen erfolgreichen Wahlkampf zurückblicken. Für Hardegsen und ihren neuen Bürgermeister wünsche ich alles erdenklich gute und eine erfolgreiche Zukunft“, zeigt sich Thießen als fairer Verlierer.

Nörten-Hardenberg

Auch in Nörten-Hardenberg wurde Susanne Glombitza (parteilos) von den Bürgern in ihrem Amt bestätigt. Sie trat als einzige Bewerberin um das Amt an und konnte 80,41 Prozent der Bürger von einer weiteren Amtszeit überzeugen. „Als Bürgermeisterin habe ich mich sehr über die große Unterstützung der Wählerinnen und Wähler gefreut. Deshalb kann ich mich hier nur bei allen bedanken, die mich gewählt haben. Ich freue mich auf die nächsten Jahre hier in Nörten-Hardenberg und die Zusammenarbeit mit der Politik und den Bürgerinnen und Bürgern“, sagt die Bürgermeisterin.

Kalefeld

In Kalefeld gibt es ebenfalls keine Änderung im Rathaus. Jens Meyer (SPD) wurde mit 54,93 Prozent als Bürgermeister der Gemeinde bestätigt. Konkurrentin Nina Rehmsmeier (Grüne, unterstützt von der CDU) gewann allerdings in der Ortschaft Oldenrode deutlich (66,07 Prozent). „Ich freue mich sehr darüber, dass ich weitere fünf Jahre der Gemeinde Kalefeld dienen darf und meine erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann. Ich danke meiner Gegenkandidatin für den fairen Wahlkampf und besonders bedanke ich mich bei den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für Ihre intensive Arbeit am Wahltag“, freut sich Meyer über das Vertrauen.

Bodenfelde

Dass es trotz sieben Kandidaten um das Bürgermeisteramt zu einem relativ deutlichen Votum in Bodenfelde kam, war überraschend. Hier wird es zu einer Stichwahl zwischen Nico Harenkamp (Einzelbewerber, 31,58 Prozent) und Bianca König (SPD, 22,29 Prozent) kommen. „Ich bin total überwältigt und etwas stolz über das Wahlergebnis. Ich möchte mich bei allen Wählern und Unterstützern herzlich bedanken. Da die Mehrheit der Stimmen für Einzelbewerber abgegeben wurden, hoffe ich, dass sich die Wähler bei der Stichwahl wieder für einen Einzelbewerber entscheiden“, so Harenkamp. „Mega – Was für ein Sonntag“, findet auch die Zweitplatzierte, König, „nun geht es für mich weiter in die Stichwahl für das Amt als Bürgermeisterin in Bodenfelde. Vielen herzlichen Dank dafür. Und auch ein großes Dankeschön an alle Kandidaten Nico Harenkamp, Jörg Otte, Werner Resa, Lars Warnecke und Daniel Zarnitz, die ihren Hut für das Amt des Bürgermeisters in den Ring warfen und einen fairen und konstruktiven Wahlkampf führten. Nun werden die Karten neu gemischt und es geht bei Null wieder los in der nächste Runde bis zum Wahltag am 26. September.“ Lars Warnecke gibt zu: „Der vierter Platz bei einer Wahl ist besser als der Dritte. Denn dieser tut richtig weh. Allen die ausgeschieden sind, spreche ich meine Hochachtung aus, dass Sie sich zur Wahl gestellt haben. Denjenigen, die noch im Rennen sind, wünsche ich weiterhin einen fairen Wahlkampf. Hoffentlich führt es zu einem Ergebnis, von dem Bodenfelde profitiert. Die Zeit wird es zeigen.“ Und auch Björn Römermann hat die Niederlage verkraftet: „Nach einem verkaterten Montag morgen weicht die Enttäuschung. Ich bin stolz auf das Erreichte. Danke an mein kleines Team und an meine Familie für die Unterstützung. Danke an meine Wählerinnen und Wähler für das Vertrauen und danke an die vielen Einwohnerinnen und Einwohner im Flecken. Für ihre Offenheit. Für ihre Herzlichkeit. Für ihren Respekt!“

Bad Gandersheim

Eine Stichwahl ist auch in Bad Gandersheim zwischen Amtsinhaberin Franziska Schwarz (SPD, 37,5 Prozent) und Einzelbewerber Peik Gottschalk (32,24 Prozent) nötig. „Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei allen Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Vor uns liegen große Aufgaben, die Stadt und Dörfer auch langfristig prägen werden. In den kommenden zwei Wochen möchte ich versuchen, auch die zu erreichen, bei denen mir das bisher noch nicht gelungen ist. Mit meiner Erfahrung und ihrer Unterstützung bei der Stichwahl am 26. September können wir Bad Gandersheim in eine gute Zukunft führen“, hofft Schwarz auf einen weitere Amtszeit.

Dassel

Obwohl es vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt gab, steht der Sieger in Dassel bereits fest. Sven Wolter (Einzelbewerber) setzte sich mit 50,75 Prozent von seinen Mitbewerbern ab. „Ich bedanke mich ganz herzlich für das Vertrauen bei den Wähler*innen sowie bei meiner Frau Stefanie, meiner Familie und allen Unterstützern. Um möglichst viel für Dassel zu verwirklichen, bitte ich weiter um Ihre Unterstützung, denn nur gemeinsam können wir die gesteckten Ziele erreichen“, freut sich Wolter über seine Wahl. Mitbewerber Elias Kreuzinger: „Danke für Ihre Unterstützung! Gemeinsam mit meinem Team sind wir sind bei Null gestartet und haben innerhalb kürzester Zeit jede Menge erreicht und viele Bürgerinnen und Bürger mobilisiert. Von Herzen bedanke ich mich bei allen, die mich in dieser Zeit unterstützt haben! Meine herzlichen Glückwünsche gehen an den neuen Bürgermeister. Ich wünsche ihm den Mut und die Kraft, die es braucht, alle wichtigen Projekte für die Zukunft Dassels tatsächlich anzupacken und umzusetzen.“ „Ich freue mich sehr, dass es in Dassel nach über zehn Jahren nun wieder einen Stadtrat der FDP gibt, und bedanke mich, dass die Bürger – und Bürgerinnen von Dassel und ihren Ortschaften mir und der FDP und auch den vielen Mitstreitern auf der Liste der Freien Demokraten so viele Stimmen gegeben haben! Durch meinen Bürgermeisterwahlkampf konnte ich dazu meinen Teil beitragen, auch wenn dort das Ergebnis sicherlich etwas besser hätte sein können. So ist es Ansporn, künftig noch mehr Einsatz für Dassel und seine Gemeinden zu zeigen. Meinen Mitbewerbern gratuliere ich zu ihren Ergebnissen“, so Michael Spallek.

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