Moringer Bürgertheater führt Romeo und Julia auf

Jeden Tag Premiere

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Lorenzo, gespielt von Mohamad Dalil (3. v. r.), rät Romeo (Lasse Timpe, 2. v. r.) und Julia (Amelie Moschkau) sich zunächst zurückzuhalten.

Moringen – Das interkulturelle Moringer Bürgertheater probt derzeit, um sein drittes Stück, "Romeo und Julia", am Freitag, 15. März, um 19 Uhr aufzuführen. 

Eigentlich könnte alles ganz einfach sein: Romeo liebt Julia und Julia liebt Romeo. Doch leider hassen sich ihre Familien bis aufs Blut. Mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden gehen sie dennoch den Bund fürs Leben ein und lösen damit das vielleicht bekannteste Drama der Theaterwelt aus. Nach dem Sommernachtstraum“ und „Goethes Faust“ ist es bereits die dritte ambitionierte Produktion der Moringer Flüchtlingshilfe und des Vereins „teatro regio“. An der von der Göttinger Theatergruppe „stille hunde“ bearbeiten Version von Shakespeares Stück treten 25 Laienschauspieler im Alter von 13 bis 70 Jahren auf, von denen gut ein Drittel einen Flüchtlingshintergrund hat. „Uns war wichtig, ein Projekt zu starten, bei dem wir alle auf Augenhöhe beginnen konnten. Theatererfahrung hatte damals keiner von uns so richtig“, erläutert Elfriede Gebhard-Pahmeier von „teatro regio“ den Ansatz des Projektes. Mittlerweile sind einige der Teilnehmer schon zum dritten Mal dabei und haben an Selbstbewusstsein auf der Bühne gewonnen. Auch sprachlich haben sie sich deutlich weiterentwickelt, wie Gebhard-Pahmeier betont. „Einige Rollen sind doppelt besetzt, deshalb ist jeder Termin auch eine Premiere“, erklärt sie weiter. So kann es sein, dass die Schauspielerin der Julia bei einer anderen Aufführung in die Rolle der Rosalinde schlüpft. Mit den ersten Arbeiten am Stück, das von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, dem Landschaftsverband Südniedersachsen, den Nothilfefonds für Flüchtlinge des Bistum Hildesheim und der Stiftung der KSN gefördert wird, wurde mit der Rollenauswahl und dem Casting bereits im August begonnen, die ersten Probetermine fanden im November statt. Auch die Kostüme, die von Hermann Miotke gestaltet wurden, sind bereits fertiggestellt, auch wenn kleinere Anpassungen noch vorgenommen werden müssen. Der gelernte Schaufenstergestalter, mit 50 Jahren Berufserfahrung, lebt seine berufliche Leidenschaft seit mittlerweile 40 Jahren als Hobby aus. So ist er auch bei der Laienspielgruppe Hevensen aktiv und fertig historische Kleider und Kostüme. Die vier Aufführungen finden jeweils freitags und sonnabends, 15., 16., 29. und 30. März, um 19 Uhr in der Mensa der KGS Moringen statt. Der Einlass erfolgt jeweils ab 18.45 Uhr. Karten sind zu sieben Euro, ermäßigt zu drei Euro und für Schüler der KGS Moringen zu einem Euro im Vorverkauf im Moringer Rathaus, bei Schreib­waren Paeslack, in der Buchhandlung Bücherwurm in Uslar, im Café Klett Fredelsloh, in der Buchhandlung Papierus in Northeim oder an der Abendkasse verfügbar. Im Anschluss an die Auf­führungen ist noch genug Zeit für die Zuschauer, um bei einem internationalen Buffet ins Gespräch zu kommen. (sth)

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