CDU lässt ihren Landratskandidaten als erste aus dem Sack: von Garmissen

„Besonders geeignete Persönlichkeit“ 

Bernd von Garmissen soll’s für die CDU richten und im zweiten Anlauf nach knapper Unterlegenheit vor zwei Jahren gegen den damaligen Amtsinhaber den Wechsel ermöglichen.

LANDKREIS NORTHEIM – Was politisch-interessierte Kreise längst vermutet haben, ist nun Realität geworden: Nach dem Willen des Kreis-Vorstandes der Christdemokraten soll es Dr. Bernd von Garmissen diesmal richten und den aus Sicht der CDU längst fälligen Wechsel an der Spitze des Northeimer Kreishaus vollziehen.  

Der Kreisvorstand habe sich während seiner konstituierenden Sitzung einstimmig auf Bernd von Garmissen für die Landratswahl verständigt, hieß es. Die Wahl solle nach monatelanger krankheitsbedingter Vakanz nun angesichts der anstehenden Herausforderungen „zügig“ über die Bühne gehen, findet die CDU: „Jede weitere Verzögerung würde unserem Landkreis angesichts der Unsicherheit der vergangenen Monate und der gegenwärtigen Situation nur schaden.“ Die Nominierung von Garmissens in den Gremien solle konsequenterweise ebenfalls zügig erfolgen. Die CDU hatte den Christdemokraten aus Dassel bereits 2013 – damals noch als relativ unbekanntes Gesicht in der Polit-Szene – ins Rennen um das Landratsamt gegen den damaligen Amtsinhaber Michael Wickmann geschickt. Damals legte von Garmissen binnen kurzer Zeit einen flockigen Wahlkampf hin und unterlag Wickmann mit überraschenden 48,1 Prozent der Wählerstimmen erst in der Stichwahl. Von Garmissen habe seinerzeit „eindrucksvoll gezeigt“, wie anerkannt und präsent er auch über die Parteigrenzen hinweg sei, schreibt der Kreis-Vorstand zu seiner Entscheidung, seine „profunde juristische Ausbildung, sowie seine tiefe Verwurzelung“ in der Region machten ihn „zu einer besonders geeigneten Persönlichkeit für die Aufgaben als Behördenleiter und als politischer Repräsentant unseres Landkreises“. „Mit etwas Einsatz“, stichelt die CDU gegen politische Mitbewerber, „wäre eine Landratswahl sogar noch in diesem Jahr möglich“. Danach könnte sich der Landkreis Northeim „gestärkt und zügig“ Herausforderungen wie Flüchtlingssituation und Haushalt widmen.

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