Neue Fertigungshalle an der BBS II Northeim eingeweiht

Der dritte Pädagoge

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Bereit für Industrie 4.0: Schulleiterin der BBS II Ines Puschmann (rechts) nimmt von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel den symbolischen Schlüssel für die neue Fertigungshalle zur feierlichen Eröffnung entgegen.

Landkreis Northeim – Nachdem der Landkreis Northeim bereits 2015 beschlossen hat, die Bildungslandschaft der Kreisstadt zu modernisieren, wurde am Mittwoch, 8. Mai,  mit der Einweihung der neuen Fertigungshalle ein Meilenstein erreicht. 

Mit einer kleinen Feierstunde wurde die neue Fertigungshalle für Metalltechnik, die bereits im Sommer vergangenen Jahres fertiggestellt wurde, an der BBS II Northeim eingeweiht. 3,7 Millionen Euro hat der moderne, 1.500 Quadrat­meter große Neubau den Landkreis gekostet – ein Preis, der sicherstellt, dass Northeim als Bildungsstandort seinem Anspruch gerecht wird. „Die zentrale Lage und das umfassende Bildungs- und Ausbildungsangebot dieser Schule tragen dazu bei, dass das Einzugsgebiet von Göttingen bis Hildesheim und von Holzminden bis in den Harz reicht“, erklärte Landrätin Astrid Klinkert- Kittel. Die Einweihung neuer Schulräume sei für sie immer etwas besonderes. Für den Landkreis als Schulträger sehe sie es als Pflicht an, die Schulen auf einem guten Standard zu halten oder auf diesen zu bringen, auch wenn aufgrund der finanziellen Situation nicht immer alles Wünschenswerte umgesetzt werden könne. Schulleiterin Ines Puschmann hob die Bedeutung der Halle für den Schulbetrieb hervor. Gerade für einen Standort wie Northeim, in dem hochmoderne und international agierende Firmen sitzen müsse die Ausbildung auf dem modernsten Stand sein. „Man könnte diesen Ort auch als dritten Pädagogen bezeichnen“, erklärt sie und erläutert, dass in der Pädagogik der Lernort, der auf die Wirksamkeit des Lernens großen Einfluss hat, so genannt wird. In der neuen Fertigungshalle ließen sich nicht nur handwerkliche Prozesse sondern auch das Zukunftsprojekt 4.0, die Digitalisierung industrieller Prozesse, umsetzen. Die neue Halle verfügt neben einer Maschinenhalle, einem PC-Konstruktionsraum, zwei Werkstätten und einem Lager, das Blech- und Profilzuschnitte ermöglicht auch über ein besonderes Schmuckstück: Die neue Schweißhalle ist, nach modernsten Standards konzipiert und errichtet worden und ermöglichst so sicheres Arbeiten für Lehrer und Schüler. Bei einem Rundgang durch die neuen Räume konnten sich Vertreter geladener Institutionen von der fortschrittlichen Ausstattung der Halle und den modernen Ausbildungsmethoden überzeugen. „Hier sieht man ein gelungenes Beispiel von Investitionen eines Land­kreises in die Bildung“, freute sich Thomas Neidert, Koordinator des Technikbereichs der BBS II Northeim über den Neubau. (sth)

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