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„Feuer und Flamme“

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Bei der Übergabe der Urkunde: Bürgermeister Michael Kaiser (links) und Dr. Friedrich Ellermeier.

HARDEGSEN (rgy) – Bürgermeister Michael Kaiser hatte für Sonntag zum Neujahrsempfang der Stadt Hardegsen ins Muthaus der Burg eingeladen. Dicht gedrängt standen die Bürger und zeigten, dass sie „Feuer und Flamme“ für ihre Stadt sind. Dem Motto des diesjährigen Empfangs entsprechen auch die von Kaiser um ihres besonderen Engagements für die Stadt Ausgezeichneten.

Zum Ehrenbürger ernannt wurde Dr. Friedrich Ellermeier, der sich tatkräftig und entgegen zahlreicher Warnungen für den Erhalt des zweiten Burgmannshofs eingesetzt hat. In jahrelanger unermüdlicher Arbeit habe Ellermeier das Gebäude erforscht, restauriert und erhalten, somit das von der Stadt bereits aufgegebene Gebäude als einmaliges Zeugnis der Stadtgeschichte, dem durchaus überregionale Bedeutung zukomme, erhalten, erklärt der Bürgermeister in seiner Laudatio. Ellermeier nahm sichtlich erfreut und begeistert die Ernennung zum Ehrenbürger entgegen: „Diese Auszeichnung macht mich sehr, sehr glücklich.“ Seinen Dank richtet er an alle, die ihm in den zum Teil sehr harten 40 Jahren, in denen er sich um den Erhalt des Baudenkmals bemüht hat, beiseite gestanden haben. „Als das personifizierte Gedächtnis der Stadt“ betitelte Kaiser Stadtheimatpfleger Herbert Heere, der unter anderem wesentlich zur Erweiterung der Stadtchronik beigetragen hat. „Es waren schöne Jahre, auch wenn man sich manchmal geärgert hat“, resümiert Heere, der in Zukunft etwas kürzer treten will. Als Anerkennung wurde er mit einem Bronzewappen des Künstlers Peter Kuschel ausgezeichnet. Das Wappen stiftete der ehemalige Hardegser Dr. Manfred Warnecke, der ebenfalls von Kaiser ob dieses Engagements ausgezeichnet wurde und zudem einen Miniaturesel mit Stadtwappen erhielt, damit dieser in Warneckes Wahlheimat Naruto/Japan als Botschafter Hardegsens agieren kann. Zu jedem Neujahrsempfang gehören ein Rück- und ein Ausblick auf die Entwicklung der Stadt. Der Bürgermeister zeigte sich „Feuer und Flamme“ bei den Erinnerungen an die Jubiläumsfeiern in Hardegsen und Gladebeck, den neu eingerichteten Wochenmarkt in Hardegsen, das Fest im Wildpark sowie die erfolgreiche Flüchtlingsarbeit, um nur einige Ereignisse zu nennen. Erfreut war Kaiser auch über das Ansteigen der Geburtenrate, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Finanzlage schätzt der Bürgermeister als „solide“ ein, dennoch seien Investitionen nur in kleinen Schritten möglich. Im laufenden Jahr sei die Neubebauung des „Drei-Kronen-Areals“ angestrebt, zudem solle der Bevölkerung bald ein Konzept der Altstadtsanierung vorgestellt werden. Sein Appell richtet sich an die Bürger, weiter dabei zu helfen, Wohnraum für Flüchtlinge zu finden. Bislang leben 37 in Hardegsen, einige waren auch beim Neujahrsempfang zugegen. Eine Feuer-Licht-Show und musikalische Begleitung rundeten den Neujahrsempfang ab.

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