AVE-Verbandsschau: Großmaßnahme in Hardegsen steht im Mittelpunkt

Endspurt für die neue Leitung

AVE-Verbandsingenieur Burkhard Meier, Großmaßnahme Schmutzwasserleitung Hardegsen
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AVE-Verbandsingenieur Burkhard Meier (rechts) erläutert die Einzelheiten in Bezug auf die aktuelle Großmaßnahme im Kreuzungsbereich Am Gladeberg.

Hardegsen – Die Arbeiten zur Erneuerung des Schmutzwasser-Transportsammlers bei und in Hardegsen neigen sich dem Ende zu. Seit diesem Sommer befinden sie sich im dritten Bauabschnitt im Zuge des Wirtschafts- und Radwegs „In der Landwehr“ bis zum Kreuzungsbereich Am Gladeberg, wo das Schmutzwasser von etwa 5.000 Einwohnern zusammenkommt. Damit bildet die Kreuzung einen neuralgischen Punkt bei starken Fremdwassereinträgen, aufgrund von rechtwinkligen Zusammenflüssen kam es gelegentlich zum Rückstau. 

„Wir haben hier sehr große Wassermengen“, erklärte Verbandsingenieur Burkhard Meier im Rahmen der diesjährigen Verbandsschau des Abwasserverbands Espolde (AVE), warum im Zuge der Arbeiten eine Art Bypass errichtet wird, der die Leitungen sanfter zueinanderführt. Die bisherigen beiden Bauabschnitte – die Leitung wird seit Sommer 2018 von der L556 bis zur aktuellen Kreuzung auf einer Länge von 1.880 Metern erneuert – seien gut vorangekommen und auch preislich im Rahmen geblieben. „Das ist eine Großmaßnahme wie seit vielen Jahren nicht mehr“, betont Verbandsvorsteher Michael Kaiser und erwähnt die Investition in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro.

Die Arbeiten an der neuen Schmutzwasserleitung finden in vier Metern Tiefe statt.

Nun befindet sich der dritte und letzte Bauabschnitt in den letzten Zügen – bis Ende November sollen die Arbeiten vorerst abgeschlossen sein. Derzeit jedoch bestehe die Herausforderung darin, die neuen Schachtbrunnen einzusetzen und darin die verschiedenen Leitungen einzubinden. Dabei muss auf diverse Strom-, Gas- und Telefonleitungen geachtet werden, die in diesem Bereich verlaufen. „Die genaue Lage dieser Leitungen ist nicht bekannt“, erläutert Meier die Schwierigkeit.

Den bisherigen Kanal zu verschließen, sei nicht geplant. So könne bei Bedarf immer noch einmal darauf zurückgegriffen werden. Der Verlauf unter Privatgrund jedoch werde verdichtet und sei damit künftig nicht mehr existent. Während der Wirtschafts- und Radweg nach Abschluss der Arbeiten mit einer wassergebundenen Decke wiederhergestellt werden soll, soll die Straße „Am Gladeberg“ zunächst provisorisch gepflastert und so über den Winter gesichert und freigegeben werden. Erst im kommenden Frühjahr oder Sommer soll sie schließlich eine neue Asphaltdecke erhalten.

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