Dorfregion stärken

Großes Interesse: Rund 200 Einwohner informieren sich bei der Auftaktveranstaltung zur Dorfregion.

BERKA (rgy) Berka, Gillersheim, Elvershausen, Katlenburg und Lindau haben es geschafft. Als Dorfregion "Wir 5 im Rhumetal" wurden sie ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Zur Auftaktveranstaltung in der Festhalle in Berka kamen am Dienstag rund 200 Einwohner, um sich über die Möglichkeiten zu informieren und brachten zum Ausdruck, dass ihnen das Leben in ihrem Dorf am Herzen liegt. Bürgermeister Uwe Ahrens freute sich über so viel Interesse.

Die mit der Planung beauftragten Büros Koris (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung) und Stadtlandschaft sowie das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig informierten zunächst über das Dorfentwicklungsprogramm und zeigten auf, welche Fördermöglichkeiten es gibt. Tanja Frahm (Koris) und Harald Meyer (Stadtlandschaft) erläuterten zudem, dass bis Anfang September ein rund 130-seitiger Dorfentwicklungsplan erarbeitet werden muss. Hierbei sollten die Einwohner eng mit eingebunden werden. Nicht nur bauliche Aspekte, sondern auch Ideen, die das Leben und Miteinander im Dorf verbessern und zukunftsfähig machen können, seien hier gefragt. Die Umnutzung leerstehender Gebäude spiele dabei ebenso eine Rolle wie Mobilität, Gemeinschaftsleben, Nah­erholungsgebiete und Landwirtschaft. Damit es für die Zuhörer nicht bei einem theoretischem Vortrag blieb, wurde der Abend genutzt, um erste Anregungen und Projektvorschläge zu sammeln. Die Menschen aus den Dörfern ließen sich nicht lang bitten und schnell füllten sich die dafür vorgesehenen Stellwände. Von regelmäßigen Flohmärkten über Dorfcafés bis zu einem Bürgerbus und der Umgestaltung leerstehender Gebäude reichten die Impulse. Diese sollen nun aufgegriffen werden und mit in die Zukunftskon­ferenz einfließen, zu der am 30. Januar um 19 Uhr in die Mehrzweckhalle in Lindau eingeladen wird. Anschließend soll im Februar in jedem Dorf eine Arbeitsgruppe gebildet werden, zu denen die Ortsbürgermeister separat einladen. Ortsübergreifende Themen-Arbeitsgruppen werden dann im März eingerichtet. Konkrete Maßnahmen-Werkstätten finden ab Ende April oder Anfang Mai statt, deren Ergebnisse dann in den Dorfentwicklungsplan einfließen. Suterode und Wachenhausen sind in dem Gesamtpaket nicht berücksichtigt, da sie noch im Dorferneuerungsprogramm gefördert werden. Franz Brinker vom Amt für regionale Landes­entwicklung umriss an dem Abend noch kurz den Umfang der Fördermöglich­keiten. So sei bei diesem Programm nicht nur der Umbau an der Außenhülle eines privaten Gebäudes förderfähig, sondern auch die innere Umgestaltung bei Umnutzung eines leerstehenden Gebäudes. Unter Umständen könne sogar der Abriss eines Gebäudes unterstützt werden. Bis zu 30 Prozent der Kosten bei maximal 50.000 Euro können privat gefördert werden. Bei öffentlichen Maßnahmen gibt es bis zu 73 Prozent aus dem Fördertopf. Die erste Frist für Anträge auf die Förderung ist bereits am 15. September. Hilfestellung bei der Antragstellung gibt die Gemeinde. Weitere Informationen gibt es unter www.katlenburglindau.de oder unter 05552/99370 und bei Koris unter 0511/59097430 sowie bei Stadtlandschaft unter 0511/14391.

„Hier wohne ich“: Auf einer Karte markieren Teilnehmer, wo sie wohnen und wo sie arbeiten. Die meisten sind Pendler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare