Endlich gemeinnützig

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Engagieren sich für den Anker-Laden (von links): Mitarbeiterin Mariejana Kaune mit Tochter Alissa, Ladenleiterin Renate Thofern und die Vorstandsmitglieder Peter von Roden und Manfred Helbig.

NÖRTEN-HARDENBERG (rgy) - Der Anker-Laden in Nörten-Hardenberg ist eine Art Sozialkaufhaus und bietet rund 1.200 Berechtigten die Möglichkeit, sich mit Möbeln, Haushaltsartikeln oder Kleidung zu günstigen Preisen einzudecken. 2008 wurde der Anker-Laden ins Leben gerufen, 2009 wurde ihm die vorläufige Gemeinnützigkeit zugesprochen, dann 2015 wieder rückwirkend bis 2008 entzogen. Doch dank des großen Engagements des jetzigen Vorstands gelang es, Ende des vergangenen Jahres die Gemeinnützigkeit wiederzuerlangen.

„Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit hat uns hart getroffen und war unter anderem darauf zurückzuführen, dass es Unregelmäßigkeiten in der Buchführung gegeben hat und sich an einige Auflagen nicht gehalten wurde“, kritisiert Vorstandsmitglied Manfred Helbig den ehemaligen Vorstand. Der Verlust der Gemeinnützigkeit war für den Verein mit finanziellen Einbußen verbunden. Denn nun wurden Steuernachzahlungen von mehreren Tausend Euro fällig. Ebenfalls von finanziellem Nachteil für den in Nörten gut laufenden Anker-Laden sei die Entscheidung gewesen, 2013 einen Filialbetrieb in Northeim zu eröffnen. „Als ich 2016 nach dem Rücktritt des ehemaligen Vorstands kommissarisch bis zu den Neuwahlen die Leitung übernommen habe, habe ich die Schließung des Northeimer Ladens erwirkt, doch auch hier sind wir auf Kosten sitzengeblieben“, erklärt Peter von Roden. Doch inzwischen habe man wieder alles im Griff, was mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit nun auch dokumentiert wurde. „Dennoch leben wir hier von der Hand in den Mund, sind auf Spenden und finanzielle Unterstützung angewiesen“, betont Helbig und bedauert, dass trotz zweimaliger Antragstellung bislang seitens des Rats noch keine Zuschüsse für die laufenden Kosten des Ladens genehmigt wurden. „Immer wieder werden neue Bilanzzahlen verlangt“, kritisiert von Roden, dabei würde der Anker-Laden sich für die Schwächsten in der Gesellschaft einsetzen und zudem noch weitere soziale Verantwortung übernehmen, indem drei Mitarbeiter mit Vermittlungshemmnissen angestellt seien. Insgesamt bringen sich 15 Personen im Laden mit großem ehrenamtlichen Engagement ein. Weitere Vereinsmitglieder und Sponsoren sind erwünscht, um die Arbeit erfolgreich

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