Neue Impfrunde hat begonnen

Alle Termine sind vergeben

Vorbereitung Corona-Impfung
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Symbolbild.

Landkreis Northeim – Die neue Impfrunde hat am heutigen Montag, 22. Februar, im Northeimer Impfzentrum begonnen. Sah es bis Freitagmittag zunächst so aus, als könnten nicht alle der 500 neuen Termine zugeteilt werden, waren noch im Laufe des Freitagnachmittags sämtliche Termine vergeben.

Bis kommenden Freitag werden nun täglich 100 Personen in der Stadthalle geimpft. Geimpft werden nach Kenntnisstand des Impfzentrums ausschließlich Personen aus dem Landkreis Northeim. Das Land hat offenbar auf die Kritik reagiert, nachdem in der ersten Impfrunde auch Personen aus anderen Landkreisen in Northeim geimpft wurden.

Nach dem Bekanntwerden der Irritationen über die Terminvergaben am vergangenen Freitag standen die Telefone im Impfzentrum nicht mehr still. „Menschlich kann ich dies nachvollziehen“, bekräftig Frank Beckmann, Leiter des Impfzentrums. „Wir können vor Ort aber keine Abhilfe schaffen, denn Termine können ausschließlich über das Impfportal des Landes gebucht werden“, so Beckmann weiter. Anrufe im Impfzentrum oder Beschimpfungen des Personals führten also nicht zu einem Termin. „Wir können vor Ort keine Termine machen, das geht nur über das Landesportal“, bekräftigt Beckmann. Auch die Terminbestätigungen gibt es ausschließlich vom Land. Die Impfeinladungen werden den Impfberechtigten auf dem ausgewählten Kommunikationsweg (Brief oder E-Mail) direkt übersandt.

Eine direkte Terminbuchung über die Hotline oder das Online-Portal wird erst möglich sein, wenn die Warteliste für das Impfzentrum in Northeim vollständig abgearbeitet wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt wird man dort immer die Aussage erhalten, dass keine Termine zur Verfügung stehen, weil eine Terminvergabe ausschließlich über die dortige Warteliste erfolgt. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und sich impfen lassen möchten, auf die Warteliste setzen lassen. Diese wird nach Impfstoff- und Terminverfügbarkeit abgearbeitet.

Neben den Impfungen im Impfzentrum sind auch die beiden mobilen Teams weiter in Alten- und Pflegeheimen unterwegs. Geplant ist, bis zum Ende dieser Woche die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen abzuschließen. Die nächsten Termine im Impfzentrum wird es voraussichtlich in der neunten Kalenderwoche, also ab dem 1. März, geben.

SoVD bietet Unterstützung

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) macht seinen Mitgliedern ein Angebot: Mit einem Service-Telefon unterstützt er sie und übernimmt die Vereinbarung eines Impftermins. „All diejenigen, denen es nicht möglich ist, selbstständig einen Termin zu machen, unterstützen wir und übernehmen die Koordination“, sagt Ernst Schulte, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbands Northeim. Die Überlastung der Impf-Hotline ist zusätzlich problematisch, weil Anrufer ihre Fragen nicht stellen können – zum Beispiel, wann genau sie an der Reihe sind. „Wir vermitteln unseren Mitgliedern nicht nur einen Termin, sondern stehen auch bei Fragen rund um den Impfprozess mit Rat und Tat zur Seite“, erläutert Schulte. Weiter betont er: „Uns ist es wichtig, dass wir auch in der Krise zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen. Deshalb helfen wir unseren älteren Mitgliedern und informieren sie – gerade in dieser schwierigen Zeit.“ Das Service-Telefon des SoVD ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0511/65610725 erreichbar.

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