Unternehmen stellen 15 000 Euro zur Verfügung

Neue Heizung für die Klostermühle

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Vor der Klostermühle (von links): Volker Zündorf (ÜWL), Markus Königshofen (ÜWL), Harald Schliestedt (Avacon), Wolfgang Pletz, Thomas Butchereit, Andreas Humbert und Hans Joachim Lehmann. 

LAMSPRINGE – In die Klostermühle in Lamspringe kehrt endlich wieder Leben ein: Thomas Butchereit, Tourismusmanager der Gemeinde, hat hier seinen neuen Arbeitsplatz. „Die Mühle stand jetzt anderthalb Jahre leer, es musste dringend etwas geschehen“, sagte Bürgermeister Andreas Humbert.

Als erstes musste die Mühle beheizt werden, lange verfügte sie nämlich über keine funktionierende Heizung. Möglich gemacht haben das der Verein Kulturerbe Kloster Lamspringe mit seinem Engagement und die Energieunternehmen Überlandwerk Leinetal (ÜWL) und Avacon durch ihre finanzielle Unterstützung. Rund 15 000 Euro spendeten die Unternehmen und lieferten so den Grundstein für die Wiederbelebung der Klostermühle. „Diese Mühle ist fast 300 Jahre alt. Wir wollen, dass sie auch weiterhin eine Zukunft hat“, erklärte Wolfgang Pletz, Vorsitzender des Vereins Kulturerbe Kloster. Als Teil des Klosterensembles gehöre die Mühle ebenso zum Kulturdenkmal wie das Kloster selbst. In einer kleinen Wohnung unter dem Dach der Mühle waren in der Vergangenheit Künstler und Schriftsteller untergebracht. Durch Stipendien der Gemeinde finanziert, konnten sie hier ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dann verkam die Mühle jahrelang zur Dekoration des Klosterparks, ohne wirklich genutzt zu werden. Pilze und Schimmel machten sich breit, die Wohnung funktionierte bloß noch als Lager. „Wir hätten die Mühle bald abreißen können“, sagte Humbert. Das wollte in Lamspringe aber niemand zulassen: 2017 erarbeitete der Verein Kulturerbe Kloster ein Konzept, 2018 wurde mit den Arbeiten begonnen. „Uns liegt die Region sehr am Herzen“, sagte Volker Zündorf, Geschäftsführer von ÜWL. „Die Kulturstätten müssen erhalten bleiben, sonst stirbt das, was unsere Region liebenswert macht.“ Jetzt soll die Klostermühle Anlaufstelle für Besucher der Gemeinde werden. „Das ist auch eine Chance, den Tourismus in Lamspringe nach vorne zubringen“, sagte Humbert. 

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