Volksbank Hildesheim: Stipendium für zwei anatolische Studentinnen

Fünf Wochen lernen bei Micha Kloth

Jan-Erik Schweppe (links) und Helge Dankers von der Volksbank Hildesheim übergeben das Stipendium an Candan Özgel (2.v.l.) und Esra Ulucenk. Micha Kloth (Mitte) wird die beiden fünf Wochen betreuen. Foto: Martensen

LAMSPRINGE  Wie schon in den vergangenen beiden Jahren, so haben auch in diesem Jahr zwei türkische Studentinnen ein Druck-Stipendium bei dem Lamspringer Künstler Micha Kloth bekommen. Ermöglicht wird ihnen der Aufenthalt von der Volksbank Hildesheim.

Bis zum 4. Oktober können Esra Ulucenk und Candan Özgel in der Werkstatt für künstlerische Lithographie im Kloster Lamspringe die Technik des manuellen Steindrucks erlernen und ihr erworbenes Wissen im weiteren Studium anwenden. Jan-Erik Schweppe und Helge Dankers von der Zweigstelle Lamspringe der Hildesheimer Volksbank überreichten den beiden jetzt offiziell das Stipendium in Höhe von je 1000 Euro, das für Verpflegung, Taschengeld, Arbeitsmaterial und Ausflüge genutzt werden soll.

Die beiden Studentinnen, die an der Anatolischen Universität Eskisehir an der Fakultät der schönen Künste bereits acht Semester studiert haben und, so Micha Kloth „schon über einige Vorkenntnisse im Steindruck verfügen“, sind in der Klostermühle untergebracht, die von den Lammetal-Werkstätten kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. „ Das ist eine tolle Sache“, freut sich Kloth, „denn dort können sie wohnen und haben auch ein Atelier zur Verfügung.“

Der international tätige Micha Kloth selbst arbeitet wie in den Jahren zuvor zum Nulltarif, auch aus Verbundenheit mit der Anatolischen Universität, an der er selbst als Honorarprofessor tätig ist. „Wir unterhalten uns mit Händen und Füßen, und letztlich geht es ja um das Manuelle. Da kann man zeigen, worum es geht. Wenn es doch mal notwendig ist, sich verbal zu verständigen, steht uns Binnaz Aslan, die an der Lamspringer Hauptstraße ein Eiscafé führt, als Dolmetscherin zur Verfügung.“

Micha Kloth ist auch dankbar über die große Hilfsbereitschaft unter seinen Lamspringer Mitbürgern. „So werden meine Studentinnen zum Beispiel zu Sightseeing-Touren eingeladen oder uns wird ein Auto zur Verfügung gestellt.“ Nach ersten Eindrücken gefragt, berichten Candan und Esra (beide 22 Jahre), die ihren Universitätsabschluss bereits erreicht haben und neben eigener künstlerischer Tätigkeit später als Lehrerinnen arbeiten wollen: „Lamspringe ist wie ein Ferienort, so ruhig und grün.“ Die beiden erhoffen sich während des Aufenthalts neue Inspirationen, sie möchten neue Techniken im Steindruck kennenlernen und ausprobieren. Und sie sind dankbar, dass sie durch das Stipendium genau das bei Micha Kloth in der legendären Künstlerwerkstatt Quensen im besonderen Ambiente des Klosters Lamspringe erfahren können. rm

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