Neues Altarbild von Micha Kloth in der Sophienkirche

„Es strahlt Ruhe und Geborgenheit aus“

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Micha Kloth (2.v.r.) erläutert Pastor Stephan Gensicke, Doris Heil und Axel Kronenberg (von links) das Bild.

Lamspringe – Es war eine ganz besondere Aufgabe für den Lamspringer Künstler Micha Kloth: auf Anregung des Kirchenhistorikers Axel Kronenberg hatte die evangelische Kirchengemeinde ihn beauftragt, ein Altarbild für die Sophienkirche zu malen (die RuBS berichtete).

„Das ist für einen zeitgenössischen Künstler wirklich etwas ganz Besonderes“, freute sich Kloth, als die Landeskirche dem Plan der Lamspringer Kirchengemeinde zugestimmt hatte. Auch mithilfe von Sponsoren konnte die Finanzierung dann schnell geregelt werden. Inzwischen ist das Bild fertig und im Sockel des Altartisches (der Predella) montiert. Lamspringes Pastor Stephan Gensicke, Doris Heil vom Kirchenvorstand und Axel Kronenberg trafen sich mit dem Künstler in der Sophienkirche, um das Werk vorzustellen. Das neue Altarbild zum Thema „Abendmahl“ ist die ideale Ergänzung zu den zwölf Emporenbildern, die Micha Kloth in den Jahren 2005 bis 2007 gemalt und der Kirche gestiftet hat. „Sie sind schon jetzt für viele der Grund, unsere Kirche zu besuchen“, sagt Gensicke: „Und nun gibt es einen weiteren Grund, das neue Altarbild.“ Es ist mit hochwertigen Künstler-Farbstiften in den vier liturgischen Farben auf kaschiertem Karton gemalt und zeichnet sich durch eine hohe Lichtechtheit aus. Beim Betreten der Kirche zieht es sofort den Blick der Besucher auf sich. „Es ist sehr eindrucksvoll und strahlt Geborgenheit und Ruhe aus“, sagt Kirchenvorsteherin Doris Heil. „Mit seinen wunderbaren Farben ist es ein ganz besonderes Abendmahlsbild“, ergänzt Pastor Gensicke. Gerade das war für Kloth eine besondere Herausforderung. „Es gibt unzählige Bilder zum Thema Abendmahl“, sagt er. „Alle großen Meister haben sich daran abgearbeitet. Und alle haben das Thema ähnlich aufgefasst und umgesetzt. Eine lange Tafel mit Jesus als Mittelpunkt, umringt von seinen Jüngern – ein Herrenabend im auserwählten Kreis. Mir erschien es nicht möglich, noch ein weiteres Bild in dieser Art zu malen.“ Also ordnete Kloth dem Bild eine Frau und ein Kind zu. „So wird daraus eine kleine, realistische Gesellschaft und das Abbild einer lebendigen Gemeinde. Und aus dem Abendmahl wurde eine Art Picknick im Freien mit Trauben, Wein, Schinken und dem Mond.“ Im Mittelpunkt des Bildes ist das Brot zu sehen. „Knusprig und frisch wird es gereicht. Kommt und esst! Denn Brot ist das Leben und die Liebe“, ist Kloths Botschaft, die für eine lange Zeit durch seine Bilder in der Sophienkirche verbreitet werden wird. „Später können meine Kinder, Enkel und Urenkel dann diese Spuren ihres Groß- und Urgroßvaters hier wiederfinden.“ Voraussichtlich im September soll die offizielle Übergabe des Altarbildes in einem Festgottesdienst gefeiert werden, teilte Pastor Stephan Gensicke mit.

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